Archiv der Kategorie: Allgemein

Ausfällig wie Bortoluzzi

«ARSCHLOCH» Nach seiner Schwulen-Kritik muss SVP-Mann Bortoluzzi Schmähungen von Juso-Chef Molina einstecken.

SVP-Nationalrat Toni Bortoluzzi sorgte gestern für Aufsehen und einen Aufschrei. In einem Artikel der Zeitschrift «Beobachter» äusserte er seine Ansichten zu schwulen und lesbischen Menschen deutlich. «Fehlgeleitet» seien Homosexuelle. Ausserdem zeigten sie ein «unnatürliches Verhalten». Und gleichgeschlechtliche Paare hätten «einen Hirnlappen, der verkehrt läuft», sagte Bortoluzzi weiter. Die Aussagen des Zürcher Schlachtrosses sorgten
für Konsternation bei Schwulen-Organisationen Pink Cross erwägt eine Klage gegen den SVP-Mann. Weiterlesen

Dann tun sie Gutes und ernten trotzdem Häme

«Dick und Doof»: Die SVP-Grossräte Thomas Fuchs und Erich Hess sind wieder einmal Zielscheibe von Spöttern – zu unrecht.

1862797_pic_970x641Jetzt spottet er wieder, der Facebook-Pöbel. Die Opfer: die SVP-Grossräte Thomas Fuchs und Erich Hess. Diese haben sich für eine Wohltätigkeitsveranstaltung für Aids-Kranke verkleidet. Der «Bernerbär» schmückte mit entsprechendem Foto seine Titelseite. Seither macht es in sozialen Netzwerken die Runde. Meist versehen mit einem schlichten «Dick und Doof».

Es ist nicht das erste Mal, dass die beiden Politiker zur Zielscheibe von Spöttern werden. Im Gegenteil, auf der Videoplattform Youtube wimmelt es von Parodien auf ihre Kosten: Der Berner Komiker Müslüm singt: «Erich, warum bisch Du nid ehrlich», ein paar junge Hip-Hopper küren «Tommy F.» zum krassesten Gangster Berns, und gar die deutsche «Heute Show» versuchte, Erich Hess blosszustellen. All diesen Attacken ist eines gemein: Sie zielen auf die Person, nicht auf die Politik; sie sind inhaltsleer, hohl. Aber das kümmert nicht. Wer sich über der Berner liebste Schiessbudenfiguren lustig macht, hat den Applaus auf sicher. Mut ist anders! Weiterlesen

Fussballer, Brasilieiros und andere Genüsse

Endlich kann ich wieder mein Retro-Nati-Shirt überstreifen und mit unseren Fussballern mitfiebern. Denn schon bald beginnt die WM. Und allen Vorurteilen zum Trotz interessiert die auch viele Gays. DISPLAY hat genau hingeschaut und besuchte Mitglieder schwuler Fussball-Fanclubs in der Schweiz. Diese setzen sich dafür ein, dass Homophobie in unseren Stadien keinen Platz mehr hat.

Weiterlesen

Uni-Magazin: Einstampfung gefordert

Das Studenten-Magazin «Unikum» rentiert nicht: Nun halbieren die Herausgeber die Auflage auf 5000 Stück. SVP-Grossrat Thomas Fuchs fordert gar, dass der Druck eingestellt wird.

10’000 «Unikum»-Magazine wurden bislang pro Ausgabe gedruckt und an den Uni-Standorten in roten Boxen aufgelegt. Doch das Interesse am Studi-Magazin ist bei Weitem nicht gross genug – die Boxen bleiben meist halbvoll. Damit soll jetzt Schluss sein: Der StudentInnenrat der Universität zieht die Notbremse und reduziert die Auflage wird auf die Hälfte. Denn: «Wenn das ‹Unikum› ein Minus macht, zahlt das die StudentInnenschaft SUB und damit die Studierenden», sagt Komkom-Präsident Maurice Lindgren. Die Komkom ist im StudentInnenrat für das «Unikum» zuständig.

«Reissleine ziehen»

Genau diese Argumentation ruft SVP-Grossrat und SUB-Kritiker Thomas Fuchs auf den Plan: «Die SUB sollte die Reissleine ziehen.» Das «Unikum» gehöre eingestellt: «Kaum jemand liest es – es dient nur dazu, dass die Redaktoren Spesen anhäufen», so Fuchs. Bereits vor vier Jahren hatte der SVP-Politiker im Grossen Rat die Existenz der SUB in Frage gestellt: Studenten sollten der StudentInnenschaft nur noch angehören, wenn sie dies bei der Immatrikulation wünschten. Fuchs scheiterte mit seinem Ansinnen knapp – heute sind die Studenten in der Regel noch immer SUB-Mitglieder.Lindgren widerspricht der Kritik von Thomas Fuchs: «Unikum» habe trotz kleiner Auflage noch immer seine Daseinsberechtigung. Es handle sich um das offizielle SUB-Publikationsorgan. «Welche andere Zeitung erreicht das Gesamtpotenzial der Leserschaft?», fragt Lindgren. Weiterlesen

«Elton John konnte ich ja nicht fragen»

Am Freitag ist internationaler Coming-out-Tag. Romina Leuenberger spricht an Berner Schulen über die eigene Homosexualität. So baut sie Vorurteile ab und signalisiert den Jungen, dass es Gesprächspartner gibt.

«Meiner Tochter würde ich verbieten, lesbisch zu sein.» «Das kannst du noch gar nicht wissen.» «Easy.» «Ich habe das schon vermutet. Hauptsache, du bist glücklich.» Solche Reaktionen hat Romina Leuenberger, heute 22 und im Emmental aufgewachsen, bei ihrem Outing als Lesbe erfahren. In der achten Klasse beantwortete sie erstmals die Frage zweier Freundinnen, ob sie bisexuell sei, mit Ja – und vor Nervosität zitternd. Dabei war ihr schon seit 13 klar, dass Jungs sie nicht interessierten.

Weiterlesen

Berner Prominenz gegen Hooligan-Konkordat

BERN – Es ist unheilig und prominent: Ein Komitee mit SP-Stars, SVP-Haudegen und Hitparaden-Stürmern will im Kanton Bern das verschärfte Hooligan-Konkordat zu Fall bringen.

11'626 Mal "Nein": Vertreter des Referendums-Komitee reichen die Unterschriften heute Morgen ein.

11’626 Mal „Nein“: Vertreter des Referendums-Komitee reichen die Unterschriften heute Morgen ein.

Ganz rechts aussen blieb das Feld heute Morgen dann doch leer. Gut möglich, dass es SVP-Mann Thomas Fuchs oder Schweizer Demokrat Adrian Pulver zu viel des Guten war, Hand in Hand mit Grünen-Präsident Blaise Kropf und SP-Starpolitiker Matthias Aebischer ein gemeinsames Referendum einzureichen. Tatsache ist aber: Sie alle sitzen zusammen im Nein-Komitee gegen das verschärfte Hooligan Konkordat. Allen Unkenrufen zum Trotz es dem gelungen, 11’626 Unterschriften zusammenzutragen.

Damit steht nun der schwerste Kampf definitiv bevor. Denn beim Stimmvolk kommen kamen die scharfen Töne gegen Hooligans bislang ausgesprochen gut an. Der Kanton Zürich etwa – in Abstimmungsresultaten mit Bern vergleichbar – sagte im Frühling mit fast 86 Prozent «Ja».

Harter Kampf in der Mitte

«Uns ist völlig klar», sagt SP-Nationalrat Matthias Aebischer «auf die Schwachpunkte hinzuweisen, wird schierig.» Und BDP-Frau Vania Kohli doppelt nach: «Aber ich weiss, dass zum Teil nicht mal Politiker den Inhalt des Konkordates genau kennen. Im grossen Rat habe ich das deutlich gespürt.» Eine Diskussion sei darum jetzt wichtig.

Bei der wird sie auf einen einstigen Weggefährten stossen. Der Berner Sicherheitsdirektor Reto Nause trat noch im städtischen Wahlkampf Seite an Seite mit Vania Kohli an. Nun sitzen sich der CVP-Mann und die BDP-Frau gegenüber. Doch: Er wünsche sich sogar eine Abstimmung über das Konkordat, erklärte Nause unlängst gegenüber Blick.ch. «Ein deutliches Ja an der Urne gibt ihm die nötige Legitimität.»

Die Hoffnung stirbt im Finale

Matchentscheidend dürfte in Bern nun die Haltung der unpolitischen Fans sein. In sie setzen die Konkordatsgegner die grösste Hoffnung. Ebenfalls sonst unpolitische Stars sollen helfen, auch sie zu erreichen. Etwa Züri West-Frontmann Kuno Lauener oder Schriftsteller Pedro Lenz. Ob die aber einfach ein schöner Name auf der Liste der Unterstützer bleiben oder aktiv im Abstimmungskampf mitmischeln, ist noch offen.

«Ich bin sicher», sagt Vania Kohli «wenn wir den Inhalt des Konkordats vermitteln können, dann stehen unsere Chancen gut», gibt sie sich siegessicher. Optimismus ist sie sich gewohn. Als YB-Beirätin weiss sie nur zu gut: Die Hoffnung stirbt manchmal erst beim Finale.

Quelle: Blick.ch

Elektro-Busse: Politiker warnen vor Mehrkosten

Schon bald sollen Akku-Busse durch die Berner Altstadt kurven. Akku-Trams sind hingegen definitiv vom Tisch.

In Genf rollen die Busse der Zukunft bereits: Ein Elektro-Bus lädt seinen Akku innert 15 Sekunden an Haltestellen auf. (Bild: key)

In Genf rollen die Busse der Zukunft bereits: Ein Elektro-Bus lädt seinen Akku innert 15 Sekunden an Haltestellen auf. (Bild: key)

Läuft alles nach Plan, müssen die Postkarten-Motive der Berner Altstadt schon bald neu geknipst werden: Dank Elektro-Bussen könnten die hässlichen Fahrleitungen schon ab 2018 verschwinden (20 Minuten berichtete).

Noch bevor Bernmobil die Ausschreibung für die 20 Fahrzeuge startet, könnte bereits ein Elektro-Bus durch die Bundesstadt rollen. «Wir sind interessiert, einen Prototypen zu testen», sagt Markus Anderegg, Leiter Technik Bernmobil. Damit könnte man wie die Genfer Verkehrsbetriebe die Industrie unterstützen, Elektro-Fahrzeuge zur Serienreife zu bringen. «Wir werden uns sicher in kein technisches Abenteuer stürzen.»

Energiepreis ist entscheidend

Für Bernmobil gehört die Zukunft Elektro-Bussen: Davon hält Thomas Fuchs, ÖV-Politiker und SVP-Grossrat, gar nichts: «Nach den Gas-Bussen hätte Bernmobil so schon wieder ein neues, kompliziertes System. Das bringt automatisch Mehrkosten mit sich. Bernmobil leistet sich schon jetzt eine Luxus-Flotte.» Dem widerspricht Anderegg. Elektrofahrzeuge seien zwar etwas teurer in Beschaffung und Unterhalt, dafür seien die Fahrkosten tiefer. «Für die Gesamtrechnung entscheidend ist, wie sich der Energiepreis in Zukunft entwickelt.»

Vom Tisch sind übrigens laut Anderegg Pläne, auch Trams mit Akku-Technik zu beschaffen, damit die Innenstadt ganz von Oberleitungen befreit werden könnte.

Quelle: 20min.ch,Adrian Müller

Die Thomas-Fuchs-Skala

Kurz vor Ostern wurde Bern von einer Welle von unzähligen sehr wichtigen Neuigkeiten überschwemmt. Wurde Ihre geistige Kapazität dadurch völlig überfordert? Macht nichts: Thomas Fuchs, Argumentationskönig, hilft bei der Aufarbeitung.

Kein anderes Thema dürfte vergangene Woche für mehr Aufregung gesorgt haben. Sie wissen natürlich, was gemeint ist: Piero Esteriore eröffnet in Bern einen Coiffeur-Salon. Wie muss man sich das vorstellen? Ist es eine Drive-In-Filiale? Und was, wenn der ehemalige ESC-Teilnehmer und passionierte Autofahrer, der gerne mal den Vorwärts- mit dem Rückwärtsgang vertauscht, plötzlich Haar mit Halsschlagader verwechselt?

Beurteilen wir die Situation mit der Thomas-Fuchs-Skala. Dieses Instrument, dessen Wirkung vom SVP-Mann und ausgewiesenen Steuerexperten höchstpersönlich geprüft wurde, ist äusserst nützlich, um etwas aus der Luft gegriffene Behauptungen zu untermauern. Das Brillante an dieser Methode: Wenn der Schwindel doch irgendwie auffliegen sollte, braucht man sich dafür nicht einmal zu entschuldigen. Wieso? Das müssen Sie Fuchs schon persönlich fragen. Die Wertung im Fall Esteriore: Erwartungen null, Haargelreserven null. Weiterlesen

Die Thomas-Fuchs-Skala

Kurz vor Ostern wurde Bern von einer Welle von unzähligen sehr wichtigen Neuigkeiten überschwemmt. Wurde Ihre geistige Kapazität dadurch völlig überfordert? Macht nichts: Thomas Fuchs, Argumentationskönig, hilft bei der Aufarbeitung.

Abstimmung MotorfahrzeugsteuernKein anderes Thema dürfte vergangene Woche für mehr Aufregung gesorgt haben. Sie wissen natürlich, was gemeint ist: Piero Esteriore eröffnet in Bern einen Coiffeur-Salon. Wie muss man sich das vorstellen? Ist es eine Drive-In-Filiale? Und was, wenn der ehemalige ESC-Teilnehmer und passionierte Autofahrer, der gerne mal den Vorwärts- mit dem Rückwärtsgang vertauscht, plötzlich Haar mit Halsschlagader verwechselt?

Beurteilen wir die Situation mit der Thomas-Fuchs-Skala. Dieses Instrument, dessen Wirkung vom SVP-Mann und ausgewiesenen Steuerexperten höchstpersönlich geprüft wurde, ist äusserst nützlich, um etwas aus der Luft gegriffene Behauptungen zu untermauern. Das Brillante an dieser Methode: Wenn der Schwindel doch irgendwie auffliegen sollte, braucht man sich dafür nicht einmal zu entschuldigen. Wieso? Das müssen Sie Fuchs schon persönlich fragen. Die Wertung im Fall Esteriore: Erwartungen null, Haargelreserven null.

Weiterlesen

Nationalrat will Roaming-Gebühren senken

Wer das Handy im Ausland benutzt, soll weniger tief in die Tasche greifen müssen: Der Nationalrat stimmte einer Motion seines früheren Mitglieds Thomas Fuchs (SVP) deutlich zu.

Erfolg für Thomas Fuchs: Eineinhalb Jahre nach seiner Abwahl hiess der Nationalrat seine Roaming-Motion gut. (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)

Erfolg für Thomas Fuchs: Eineinhalb Jahre nach seiner Abwahl hiess der Nationalrat seine Roaming-Motion gut. (Bild: Keystone/Lukas Lehmann)

Der frühere SVP-Nationalrat Thomas Fuchs verlangte in seinem Vorstoss vom Bundesrat, verbindliche Höchsttarife für ein- und abgehende Anrufe und SMS im Ausland festzulegen. Die EU kenne seit Jahren solche Höchsttarife, sagte Fuchs‘ Parteikollegin Natalie Rickli. Bundesrätin Doris Leuthard zeigte ein gewisses Verständnis für das Anliegen. Auch der Bundesrat sei der Meinung, dass Roaming für Schweizer Kunden nach wie vor relativ teuer sei, sagte sie.

Umfrage

Begrüssen Sie, dass der Nationalrat die Roaming-Gebühren senken will?

– 95 %

– 3 %

– 2 %

Insgesamt 1933 Teilnehmer

Leuthard erinnerte aber daran, dass sich die Roaminggebühren aus den Kosten ergäben, die der Schweizer Telekomanbieter dem ausländischen Netzbetreiber für die Netznutzung bezahlen müsse. Einseitig festgelegte Preisobergrenzen seien nicht sachgerecht, weil die Schweizer Unternehmen die Zeche dafür bezahlen müssten.

Ständerat ist skeptisch

Der Nationalrat liess sich davon nicht beeindrucken und stimmte der Motion mit 162 zu 12 Stimmen bei 9 Enthaltungen zu. Ähnlich wuchtig hatte er schon 2011 einen Vorstoss mit dem gleichen Anliegen angenommen.

Die Ständeratskommission hat diese Motion allerdings vor wenigen Wochen zur Ablehnung empfohlen. Sie ist der Auffassung, dass den raschen Entwicklungen von neuen Technologien und Preismodellen mit Höchsttarifen nicht gebührend Rechnung getragen wird.

EU-Bürger habens besser

Die Kommission möchte den Bundesrat stattdessen auffordern, bis Ende 2014 über die Entwicklung der Roaming-Gebühren Bericht zu erstatten. Ein entsprechendes Postulat hiess sie einstimmig gut. Der Bericht soll zeigen, ob Handlungsbedarf besteht und was gegen eine Angleichung der Schweizer Roaming-Tarife an jene der EU spricht.

Die EU hat für ihre Mitgliedstaaten verbindliche Obergrenzen sowohl bei den Vorleistungs- als auch bei den Endkundenpreisen festgelegt und diese schrittweise gesenkt.