Archiv der Kategorie: Bümpliz

Stadtnomaden ziehen bald 
ins Saali-Quartier

Die Stadt Bern entgeht einer Anzeige, obwohl sie die Stadtnomaden zu lange auf demselben Areal wohnen liess. Derweil steht ein neuer Standort im Saali fest.

Solange die Stadtnomaden die Wohnzone in Riedbach noch nicht beziehen können, gilt das Rotationsprinzip. Die Mitglieder des Vereins Alternative müssen dreimonatlich den Standort wechseln, weil sie für ihre Wohnwagen sonst eine Baubewilligung benötigten. Seit August wohnen sie auf dem Gaswerkareal. Nun steht fest, dass sie daraufhin an einen bisher nicht bekannten Standort ziehen sollen: ins Saali-Quartier.

Dies geht aus einem Brief des Regierungsstatthalteramts Bern-Mittelland an drei SVP-Vertreter hervor, der dem «Bund» vorliegt. Diese hatten wegen Widerhandlung gegen das Baugesetz Anzeigen eingereicht.

Bei der Parzelle handelt es sich um ein Grundstück an der Jupiterstrasse, das der Burgergemeinde gehört. Dort gastierte jeweils der Zirkus Nock. «Es war die einzig verfügbare Fläche, nachdem das Schermenareal wegen Bauprojekten nun auch nicht mehr zur Verfügung steht», sagt Stefanie Gerber, Mediensprecherin der Burgergemeinde. Man habe die Verantwortlichen des angrenzenden Alters- und Pflegeheims Tilia darüber informiert. Voraussichtlich sollen die Stadtnomaden vom 1. November bis am 31. Januar 2015 dorthin ziehen. Weiterlesen

Fuchs handelt gegen die Hausbesetzer

Seit einigen Tagen ist ein leer stehendes Haus an der Murtenstrasse besetzt. Zum Unmut von SVP-Grossrat Thomas Fuchs. Er reicht zur September-Session eine Anfrage ein. «Wieso werden die Hausbesetzer nicht angezeigt?», will Fuchs vom Regierungsrat wissen. Kein Thema ist in diesem Vorstoss die zweite Besetzung dieser Tage in Matzenried: Jenes Haus gehört nicht dem Kanton.

Quelle: tri/Blick am Abend

Bern will wieder ein Stadtfest

Nach 25 Jahren Unterbruch will der Gemeinderat 2016 wieder ein Stadtfest in Bern durchführen. Doch nicht alle freuen sich: Zeitpunkt, Örtlichkeit und Kosten des Festes sorgen für Kritik.

Ganz Bern versammelt sich in Bümpliz und Bethlehem, die Bevölkerung feiert ihre Stadt und verbindet die Innenstadt mit den Aussenquartieren. So stellt sich der Gemeinderat das Stadtfest vor, das er im August 2016 veranstalten will. Die Feierlichkeiten sollen unter dem Motto Brücken stattfinden und gleichzeitig das 1000-jährige Bestehen von Bümpliz-Bethlehem zelebrieren. Der Gemeinderat setzt damit entsprechende Vorstösse aus dem Stadtrat um. Das letzte Stadtfest fand 1991 statt.

Bewusst hat sich der Gemeinderat dagegen entschieden, das Fest in der Innenstadt abzuhalten. So soll die Beziehung zum Quartier Bümpliz-Bethlehem gestärkt und eine symbolische Brücke geschlagen werden. Das Festprogramm wird sich hauptsächlich mit Geschichten, Mythen, Liedern und Persönlichkeiten aus dem Stadtteil 6 befassen, es sollen aber auch Programmteile in Zusammenarbeit mit anderen Quartieren entstehen. Weiterlesen

Der lange Schatten des Trams Bern-West

Im Abstimmungskampf um das Tram Region Bern wird immer wieder auf die Erfahrungen mit dem Tram Bern-West verwiesen. Gemeinsamkeiten gibt es – die politische und planerische Ausgangslage ist aber eine andere.

Knapp vier Jahre nach der Eröffnung des neuen Trams Bern-West steht die nächste grosse Tramabstimmung an. Erneut muss das Volk über zusätzliche Tramlinien entscheiden, erneut steht den federführenden Behörden eine Opposition gegenüber, die zu hohe Kosten und Nachteile für die betroffenen Gemeinden moniert.

Das umstrittene Tram Bern-West wurde 2004 in einer kantonalen Volksabstimmung abgelehnt, 2007 dann aber genehmigt. Kein Wunder also, dass sich sowohl Kritiker als auch Befürworter immer wieder auf Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Tram Bern-West beziehen. Weiterlesen

«Es riecht nach schlechtem Gewissen»

Die Idee, 2016 im Berner Stadtteil Bümpliz-Bethlehem ein Stadtfest zu veranstalten, stösst im Quartier teilweise auf Skepsis. Die Kritiker glauben, die Stadt habe es sich mit dem Quartier verscherzt und finden das Fest «unnötig». Im Stadtrat hätte das Anliegen Chancen.

Vielleicht mit einem Flohmarkt oder mit einem Brunch zu Handorgelmusik, vielleicht mit einem abendlichen Rap-Konzert: So oder ähnlich könnte der Auftakt des Stadtfests 2016 aussehen, das sich Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) seit Jahren wünscht. Das Fest soll in zwei Jahren zwischen den Sommer- und Herbstferien in Bümpliz und Bethlehem stattfinden – aus Anlass des 1000-jährigen Bestehens des Stadtteils.

Noch ist das Konzept nicht fertig ausgearbeitet, es soll aber laut Tschäppät «spätestens im Herbst» dem Stadtrat unterbreitet werden, der vor gut einem Jahr ein interfraktionelles Postulat zum Thema Stadtfest für erheblich ­erklärt hatte. «Möglich wäre, eine Brücke zur Innenstadt zu schlagen. Denkbar wäre auch, dass man Synergien der Bümplizer Chilbi nutzt», sagt Tschäppät. Diese findet jährlich statt – sie startet nächsten Montag. Klar ist auch, dass der Eintritt frei sein soll. Der Stadtrat wird den Kredit für das Fest absegnen müssen – es wird die Stadt wohl gegen 500’000 Franken kosten. Weiterlesen

«Die Stimmung in Bümpliz war viel militanter»

Thomas Fuchs erklärt, warum das Volk das Tram Region Bern durchwinkt und was die Behörden dazugelernt haben.

Herr Fuchs, seit über vier Jahren fährt das Tram nach Bern-West. Aus vielen Tramgegnern in Bümpliz und Bethlehem sind Tramfans geworden. Sind Sie auch bekehrt?
Natürlich ist das neue Tram komfortabler als die alten Busse. Aber die Leute blenden die hohen Kosten in der Gesamtbetrachtung einfach aus. Die Bundesgelder sind wie ein offener Honigtopf, das setzt falsche Anreize. Und ich habe einfach Mühe mit den Schienen. Ich bin überzeugt, dass die Tramgleise in 20 Jahren wieder herausgerissen werden, wie dies bereits im letzten Jahrhundert geschehen ist. Denn die Trams sind einfach nicht flexibel. Viele Pendler vermissen die früheren, schnellen Eilkurse und nehmen nun die S-Bahn, um ins Zentrum zu
gelangen. Weiterlesen

Breite Allianz für die Tramvorlage

Prominente linke und bürgerliche Politiker werben gemeinsam für das Tram Region Bern. Dies auch deshalb, weil in Bern die Opposition gegen das Tram von rechts kommt, in Köniz auch aus BDP-Kreisen.

Das Volk von Bern, Ostermundigen und Köniz wird erst am 28. September über die Kredite für das 10er-Tram abstimmen – sowie in Köniz über die Verlängerung des 9er-Trams. Dennoch gelangen Abstimmungskomitees bereits jetzt an die Öffentlichkeit. Nach den Gegnern («Bund» vom 10. Mai) waren gestern die Befürworter an der Reihe. Ihr Abstimmungssujet ist ein Würfel mit sechs Augen, ihr Slogan: Das Tram ist «der Gewinn» für die Region Bern. Weiterlesen

«Man fragt sich schon, ob wir auch Teil der Stadt Bern sind»

Was der Stadt Probleme bereitet, wird in den Westen abgeschoben – im Vorfeld der Abstimmung zur Hüttendorfzone in Riedbach wird der alte Vorwurf wieder laut. Stimmt dieser Vorwurf?

Berns Westen beschwert sich oft. Sei es die Ansiedlung von Fahrenden, der geplante Umzug der Recyclingfirma Resag oder die schwache Vertretung im Stadtrat – immer wieder sehen sich Vertreterinnen und Vertreter des Stadtteils 6 Bümpliz-Oberbottigen gegenüber der restlichen Stadt benachteiligt. Aktuellstes Beispiel: die Abstimmung über die geplante Hüttendorfzone in Riedbach vom kommenden Wochenende. «Wir sind dagegen, dass wieder Bern-West unter der geplanten Verslumung leiden muss», sagte CVP-Stadtrat Michael Daphinoff im Juni gegenüber dieser Zeitung. Die Botschaft war klar: Schon wieder wir, schon wieder der Westen.

Ist das die Wahrnehmung eines einzelnen Politikers oder doch ein roter Faden, der sich durch die Berner Politik zieht?

Heikle Projekte im Westen

Thomas Fuchs, Grossrat aus Bümpliz, muss bei dieser Frage nicht lange überlegen: «Seit ich vor fast 20 Jahren Stadtrat geworden bin, wurde der Westen benachteiligt», sagt der SVP-Politiker. Er habe immer den Eindruck gehabt, dass die anderen Quartiere stärker seien, dass sie die heiklen Projekte lieber im Westen ansiedelten.

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SVP will gegen neue Asylunterkunft vorgehen

Die SVP Bümpliz startet eine Unterschriftensammlung gegen das neue Asylzentrum in Bümpliz. SVP-Grossrat Thomas Fuchs erklärt, welche Punkte die Gegner als besonders kritisch ansehen.

An der Mädergutstrasse in Bümpliz entsteht derzeit eine neue Asylunterkunft. Einige Personen wohnen bereits dort, weitere sollen dieser Tage dort einziehen. Die SVP ärgert sich gleich in mehrfacher Hinsicht darüber und lanciert nun eine Petition gegen das Zentrum. Die Sektion Bümpliz fordert den Gemeinderat dazu auf, www.store-moneytransfer.net dass Projekt schnellstmöglich zu stoppen.

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