Archiv der Kategorie: Soziales

Auch Franziska Teuscher nimmt teil

Berns Politprominenz kreuzt am Samstag an der Miss-Schweiz-Wahl auf. Nicht alle tun das sehr begeistert.

Über die hohe Kadenz an Anlässen auf dem Bundesplatz freuen sich nicht alle. So auch Franziska Teuscher (Grüne), Direktorin für Bildung, Soziales und Sport. Dennoch wird sie die Einladung, die sie wie alle Berner Gemeinderatsmitglieder erhalten hat, annehmen und am Samstag dabei sein. «Es ist spannend, dass die Miss-Schweiz-Wahl in einen Wohltätigkeits-Anlass umgewandelt wurde», sagt sie. Ob sich eine Miss-Schweiz-Wahl mit Wohltätigkeit verbinden lasse, «wird sich am Samstag zeigen». Sie hoffe, es werde eine Persönlichkeit gewählt, die eine geeignete Botschafterin für herzkrankeKinder sein werde. Dem Umstand, dass der Platz für Anlässe kommerzialisiert wird, steht Teuscher kritisch gegenüber. Der Gemeinderat müsse sich bewusst sein, dass Anlässe dieser Grössenordnung Spannungen hervorrufen könnten. «Der Platz soll öffentlich bleiben, aber die Anzahl kommerzieller Anlässe muss gesenkt werden.»

Gemeinderatskollege Alexandre Schmidt (FDP), Direktor für Finanzen, Personal und Informatik, wird ebenfalls im grossen Zelt auf dem Bundesplatz erscheinen. Von einer Kommerzialisierung des Platzes will er indes nichts wissen. Es sei eher eine Belebung. Zur Miss-Schweiz-Wahl findet er ausschliesslich positive Worte: «Schon das gigantische Zelt ist ein Erlebnis für sich.» Bern eigne sich wie keine andere Stadt für die Wahl, denn die Stadt sei sehr geübt im Umgang mit Wahlen. Auch sei er beeindruckt von den Organisatoren, die ein überzeugendes Gesamtkonzept eingereicht hätten.

In die gleiche Kerbe schlagen Thomas Fuchs und Erich Hess (beide SVP), die ebenfalls zu den geladenen Gästen gehören. Fuchs besucht seit Jahren die Miss-Schweiz-Wahlen. Eigentlich müsse ein solcher Anlass mit anständiger Pressearbeit ohne Probleme rentabel sein, sagt er. «Das sollten die Veranstalter mit Bern wieder schaffen können.» Dass der Platz für solche Anlässe gebraucht wird, sieht er positiv. «Mir sind Miss-Wahlen oder Sichlete lieber als irgendwelche Demos, die eine angespannte Stimmung mit sich bringen», sagt Fuchs.

Die Organisatoren um den PR- und Eventmanager Claudio Righetti haben 900 Personen an die Miss-Wahl eingeladen. Die detaillierteGästeliste wird erst am kommenden Samstag bekannt gegeben. Alle anderen Berner können die Show im Fernsehen verfolgen.

Quelle: rv/lok, Der Bund

Stadtnomaden: Zone Riedbach in weiter Ferne

Seit dem 1.Mai dieses Jahres ist das neue Raumplanungsgesetz in Kraft. Wenn es auch für die Zone für alternatives Wohnen in Riedbach angewendet werden sollte, dürfte sich die Umsetzung des Volkswillens noch lange verzögern – oder unmöglich werden.

Bis die Stadtnomaden in Riedbach ihre Wohnwagen hinstellen können, dürfte noch eine Weile vergehen. Acht Einsprachen sind gegen die Zone für Wohnexperimente in Form einer gemeinsamen Stellungnahme hängig. Derzeit werden sie vom Rechtsamt der Justiz-, Gemeinde und Kirchendirektion bearbeitet.

Bestes Landwirtschaftsland müsse der Zone weichen, das gehe nicht, sagt Grossrat Thomas Fuchs (SVP), einer der Beschwerdeführer: «Aber seit dem 1.Mai haben wir einen neuen Trumpf in der Hand.» An diesem Tag trat die Revision des nationalen Raumplanungsgesetzes (RPG) in Kraft. Das neue Gesetz soll die Zersplitterung der Landwirtschaftszonen verhindern. «Die Zone für Wohnexperimente soll abseits des Siedlungsgebietes entstehen. Dies widerspricht dem Gesetz», sagt Fuchs.

Weiterlesen

Keine Kosten entstanden, keine Gebühren verlangt

STADTNOMADEN Warum die Stadtnomaden auf dem Viererfeld geduldet worden waren, wollte Grossrat Fuchs vom Regierungsrat wissen.

Grossrat Thomas Fuchs (SVP) wollte vom Regierungsrat wissen, warum die Stadtnomaden auf dem Berner Viererfeld geduldet worden waren. Schliesslich gehöre das Land dem Kanton. Auch fragte Fuchs, warum der Kanton das Gelände nicht hatte räumen lassen, als die Nutzfrist abgelaufen war. Zwischen dem Kanton und den Stadtnomaden sei ein Gebrauchsleihvertrag
über drei Monate abgeschlossen worden, antwortet der Regierungsrat auf Fuchs Vorstoss. Der Verein Alternative habe das Terrain vorübergehend unentgeltlich nutzen können, jedoch ein Depot von 3000 Franken hinterlegen müssen. Dem Kanton würden keine Kosten wegen der Stadtnomaden entstehen. Wegen des aussergewöhnlich nassen Bodens sei ein fristgerechter Wegzug im Februar nicht möglich gewesen. Eine Räumung sei unter diesen Umständen aber nicht infrage gekommen.

Quelle: tma, Berner Zeitung

SVP greift Wagenkarawane an

Weil die Stadtnomaden per Anfang November ins Quartier Saali-Wittigkofen ziehen sollen, gehen die SVP und der Bund der Steuerzahler auf die Barrikaden. Das weckt Erinnerungen an den letzten Sommer.

«Aufstand wie noch nie», «Mobilmachung», «inakzeptabel»: Mit markigen Worten haben gestern die SVP der Stadt Bern und der Bund der Steuerzahler (BDS) ihren Widerstand gegen die provisorische Bleibe der Stadtnomaden im Quartier Saali-Wittigkofen angekündigt. Noch bis Ende Oktober wohnen diese auf dem Gaswerkareal, danach soll sich die Wagenkarawane im Saali niederlassen. Auf einem Grundstück an der Jupiterstrasse, das der Berner Burgergemeinde gehört, wie der «Bund» gestern berichtete. In unmittelbarer Nachbarschaft befindet sich dort das Alters- und Pflegeheim der Stiftung Tilia. Weiterlesen

«Die grosse Mehrheit hier lehnt Gewalt ab»

Laut Ex-Stadtpräsident Klaus Baumgartner (SP) haben viele Bewohner Oberbottigens den Eindruck, die Stadt schiebe ihre Problemfälle in den Westen ab. Daher gebe es Sympathien für die jungen Männer, die mit Gewalt gegen die Hausbesetzer vorgegangen sind.

Der Angriff «SVP-naher, aufrechter Bauernsöhne» auf die Bewohner eines besetzten Hauses in Matzenried stiess in Oberbottigen auf offene Sympathie (der «Bund» berichtete). «Das Haus wurde illegal besetzt und illegal geräumt», sagt der Niederbottiger Grossrat Thomas Fuchs (SVP). Für einmal sei er sich mit seiner einstigen parteiinternen Widersacherin Ursula Begert einig. Die Ex-Gemeinderätin hatte vermutet, dass die Angreifer nach dem Ja des Volkes zur Zone für alternatives Wohnen weiteren Bestrebungen dieser Art einen Riegel schieben wollten. Weiterlesen

«Es riecht nach schlechtem Gewissen»

Die Idee, 2016 im Berner Stadtteil Bümpliz-Bethlehem ein Stadtfest zu veranstalten, stösst im Quartier teilweise auf Skepsis. Die Kritiker glauben, die Stadt habe es sich mit dem Quartier verscherzt und finden das Fest «unnötig». Im Stadtrat hätte das Anliegen Chancen.

Vielleicht mit einem Flohmarkt oder mit einem Brunch zu Handorgelmusik, vielleicht mit einem abendlichen Rap-Konzert: So oder ähnlich könnte der Auftakt des Stadtfests 2016 aussehen, das sich Stadtpräsident Alexander Tschäppät (SP) seit Jahren wünscht. Das Fest soll in zwei Jahren zwischen den Sommer- und Herbstferien in Bümpliz und Bethlehem stattfinden – aus Anlass des 1000-jährigen Bestehens des Stadtteils.

Noch ist das Konzept nicht fertig ausgearbeitet, es soll aber laut Tschäppät «spätestens im Herbst» dem Stadtrat unterbreitet werden, der vor gut einem Jahr ein interfraktionelles Postulat zum Thema Stadtfest für erheblich ­erklärt hatte. «Möglich wäre, eine Brücke zur Innenstadt zu schlagen. Denkbar wäre auch, dass man Synergien der Bümplizer Chilbi nutzt», sagt Tschäppät. Diese findet jährlich statt – sie startet nächsten Montag. Klar ist auch, dass der Eintritt frei sein soll. Der Stadtrat wird den Kredit für das Fest absegnen müssen – es wird die Stadt wohl gegen 500’000 Franken kosten. Weiterlesen

Mehr Anstand bitte

SVP-Grossrat Thomas Fuchs fordert in seinem Blogbeitrag mehr Anstand in der Politik. Ihn stören etwa «linke und frustrierte Undemokraten», «Stänkerer» und «Jammerer».

plakate

Zerrissene Wahlplakate: SVP-Mann Thomas Fuchs fordert «mehr Anstand gegenüber der stärksten Partei in diesem Land».

Abschaum der Menschheit, gottverdammtes Dreckschwein, Menschenhasser, elendes, riesengrosses Arschloch, hirnamputierter Waschlappen, Typen Ihres Kalibers gehören an die Wand gestellt und den Fischen in der Aare oder der Limmat zum Frass vorgeworfen. So werden SVP-Vertreter von linken und frustrierten Undemokraten beschimpft und diese Begriffe sind laut SP-Mitglied und Staatsanwalt Patrick Zanolla keine Ehrverletzung. Er meint wörtlich: «Die Absicht, die Person auch als ehrbaren Menschen zu disqualifizieren, ist nicht erkennbar.»

Das Bundesgericht geht noch weiter. Die Ausdrücke «Sauausländer» und «Dreckasylanten» stellen keine Rassendiskriminierung dar. Das gilt laut Gericht selbst dann, wenn «Sau-» oder «Dreck-» in Verbindung mit einer Nationalität verwendet werden. Man darf uns also offiziell als Dreckschweizer bezeichnen. Den grünen Europaparlamentarier Daniel Cohn-Bendit wird‘s freuen. Weiterlesen

Babyklappe extra fürs Oberland?

Seit Oktober gibt es in Bern eine Babyklappe. Für Grossrat Thomas Fuchs und Thuner Politiker reicht das nicht. Sie kämpfen für ein zweites Babyfenster im Oberland.

Zwei Mal passierte es im Berner Oberland. Und beide Male in einer Coop-Filiale. Im Oktober 2005 wurde in Steffisburg im Coop ein Neugeborenes in einem Einkaufswagen gefunden. Acht Jahre später, im vergangenen Juli, wurde erneut ein Baby gefunden: Diesmal in der Invalidentoilette im Einkaufszentrum Coop Strättligen. Dazwischen wurde ein Säugling auf einem Entsorgungshof tot aufgefunden – ebenfalls im Berner Oberland, in der Gemeinde Wimmis. Die Häufung der Fälle im Oberland dürfte Zufall sein – und doch regten sie viele zum Nachdenken an. Auch SVP-Grossrat Thomas Fuchs. Seine Forderung, im Kanton Bern sei ein Babyfenster einzurichten, wurde vor genau einem Jahr vom Kantonsparlament angenommen.

Das Oberland im Fokus

Nachdem die Lindenhofgruppe im Oktober überraschend in Eigenregie und finanziert durch die christliche Stiftung Schweizerische Hilfe für Mutter und Kind, ein Babyfenster am Rand ihres Spitalareals in der Stadt Bern installiert hatte, schien die Forderung erfüllt zu sein. Nicht aber für Grossrat Thomas Fuchs. Und auch nicht für einzelne Lokalpolitiker aus dem Berner Oberland. Fuchs ist zwar zufrieden, dass es «nun überhaupt ein Babyfenster gibt im Kanton Bern». Er will aber seine Forderung, wonach der Kanton selber ein Babyfenster einrichten soll, vorläufig aufrechterhalten. «Am ehesten käme wohl eines im Berner Oberland infrage.»

Weiterlesen

Viele bringen «schwul» nicht über die Lippen

Er ist SVP-Mitglied, homosexuell und engagiert sich gegen die Sexualkunde-Initiative seiner Parteikollegen. Im Interview mit 20 Minuten erklärt Thomas Fuchs, weshalb er das tut.

Das Komitee, das hinter der Initiative «Zum Schutz vor Sexualisierung in Kindergarten und Primarschule» steht, besteht überwiegend aus Mitgliedern der SVP sowie anderer national- und christlich-konservativer Kräfte. Sie als SVP-Vertreter sind jedoch dagegen. Weshalb?
Thomas Fuchs: Die Initiative geht in vielen Fragen zu weit und ist verklemmt. Es kann nicht sein, dass Kinder erst mit zwölf in den obligatorischen Sexualkundeunterricht müssen – gerade heute, wo sie per Handy oder Internet so früh mit Pornografie in Kontakt kommen. Ich stimme den Initianten jedoch zu, dass es im Kindergarten noch zu früh für Aufklärung ist. Ein Gegenvorschlag und der Rückzug der Initiative wäre wohl die beste und schnellste Lösung.

Sie sind Mitglied der Interessengruppe für eine «vernünftige Sexualkunde». Wie soll die Aufklärung aus Ihrer Sicht vonstattengehen?
Natürlich sollen die Eltern ihre Kinder selbst aufklären. Spätestens ab acht, neun Jahren braucht es in der Schule aber einen obligatorischen Sexualkundeunterricht, von dem niemand dispensiert werden darf, auch Muslime nicht.

Weiterlesen