Die Berner kreieren ihr eigenes Plakat

BERN – Die Berner Anti-Minarett-Kämpfer verzichten auf das umstrittene Plakat mit der Burka-Frau. SVP-Grossrat Thomas Fuchs findet die Provokation unnötig.

Das Plakat, mit dem die Berner Minarett-Gegner den Gebetstürmen den Garaus machen wollen. (ZVG)

Das Plakat, mit dem die Berner Minarett-Gegner den Gebetstürmen den Garaus machen wollen. (ZVG)

In Bern ist der Entscheid noch nicht gefallen, ob das Anti-Minarett-Plakat mit der verschleierten Frau und den bedrohlichen schwarzen Gebetstürmen erlaubt werden soll oder nicht. Doch selbst falls die Stadt überraschenderweise Ja zum Aushang sagt, wird das umstrittene Motiv in Berner Strassen kaum anzutreffen sein.

Denn das kantonale Komitee, das sich für ein Ja zur Initiative einsetzt, verzichtet von sich aus auf das provokative Plakat, das schweizweit für Wirbel sorgt. Thomas Fuchs, SVP-Grossrat und Co-Präsident des Komitees, betont gegenüber Blick.ch, dass das Komitee in Bern breiter besetzt sei als in anderen Kantonen. Weil auch die normalerweise eher linksliberale EVP an Bord ist, treten die Berner Minarett-Gegner moderater auf.

«Wir glauben, dass wir mit unserem eigenen Motiv mehr erreichen können», betont Fuchs. Auf dem Berner Plakat ist das idyllische Würzbrunnenkirchlein im Emmental zu sehen – rechts prangt bedrohlich ein ins Bild montiertes Minarett. Im Textteil werden Minarette als «Speerspitzen» der Islamisierung bezeichnet.

Das nationale Plakat findet Fuchs zwar nicht schlecht. «Aber die verschleierte Frau zu zeigen, das halte ich für unnötig», so der 43-Jährige. Er schliesst nicht aus, dass das gesamtschweizerische Komitee seine Abstimmungswerbung von sich aus an einigen Stellen in Bern aushängen wird.

Quelle: Blick.ch (hhs)

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