SVP-Vorstand will Rudolf Friedli als Parteipräsidenten

Stadtratspräsident Rudolf Friedli soll die Nachfolge von Peter Bernasconi antreten. Der Vorstand der SVP Stadt Bern macht der Basis einen Einervorschlag.

Er ist vorgeprellt, um mit seiner Kandidatur andere Kandidaturen zu verhindern. So zumindest begründete SVP-Grossrat Thomas Fuchs vor zwei Monaten sein Interesse an der Nachfolge von Peter Bernasconi im Präsidium der SVP Stadt Bern. Welche Interessenten er für «nicht geeignet» hielt, wollte Fuchs damals aber nicht sagen.

Nun schlägt der Vorstand der SVP Stadt Bern der Mitgliederversammlung vom nächsten Montag Rudolf Friedli zur Wahl vor, wie Bernasconi auf Anfrage bestätigt. Stadtratspräsident Friedli gehört offensichtlich nicht zu jenen Kandidaturen, die Fuchs verhindern wollte. «Ich bin fast erleichtert, dass ich es nicht machen muss», sagt Parteivize Fuchs. Friedli sei eine «gute Lösung», die Unterschiede zwischen ihm und Friedli seien allenfalls «stilistischer Art», sagt Fuchs.

Hardliner im Zaum halten

Auch auf dem pragmatischen Flügel der Partei ist man des Lobes voll. Friedli werde die Partei «sachbezogen führen» und könne sich trotzdem durchsetzen, sagt Fraktionschef Roland Jakob. Und Stadtrat Simon Glauser traut Friedli zu, dass er Hardliner wie Stadtrat Erich Hess im Zaum halten könne. «Wir haben keinen moderateren Politiker als Friedli», sagt Glauser.

Friedli selber war am Donnerstag nicht erreichbar. Der 46-jährige Politiker sass von 2000 bis zu seiner Abwahl 2008 im Stadtrat. Im Mai 2009 «erbte» er den Stadtratssitz jenes Peter Bernasconi, dem er nun wohl auch im Parteipräsidium folgen wird. Letztes Jahr kandidierte er erfolglos für den Gemeinderat. «Ich bin nicht der Rechteste in der SVP», sagte Friedli einst gegenüber dem «Bund».

Quelle: Bernhard Ott, Der Bund

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