Uni-Magazin: Einstampfung gefordert

Das Studenten-Magazin «Unikum» rentiert nicht: Nun halbieren die Herausgeber die Auflage auf 5000 Stück. SVP-Grossrat Thomas Fuchs fordert gar, dass der Druck eingestellt wird.

10’000 «Unikum»-Magazine wurden bislang pro Ausgabe gedruckt und an den Uni-Standorten in roten Boxen aufgelegt. Doch das Interesse am Studi-Magazin ist bei Weitem nicht gross genug – die Boxen bleiben meist halbvoll. Damit soll jetzt Schluss sein: Der StudentInnenrat der Universität zieht die Notbremse und reduziert die Auflage wird auf die Hälfte. Denn: «Wenn das ‹Unikum› ein Minus macht, zahlt das die StudentInnenschaft SUB und damit die Studierenden», sagt Komkom-Präsident Maurice Lindgren. Die Komkom ist im StudentInnenrat für das «Unikum» zuständig.

«Reissleine ziehen»

Genau diese Argumentation ruft SVP-Grossrat und SUB-Kritiker Thomas Fuchs auf den Plan: «Die SUB sollte die Reissleine ziehen.» Das «Unikum» gehöre eingestellt: «Kaum jemand liest es – es dient nur dazu, dass die Redaktoren Spesen anhäufen», so Fuchs. Bereits vor vier Jahren hatte der SVP-Politiker im Grossen Rat die Existenz der SUB in Frage gestellt: Studenten sollten der StudentInnenschaft nur noch angehören, wenn sie dies bei der Immatrikulation wünschten. Fuchs scheiterte mit seinem Ansinnen knapp – heute sind die Studenten in der Regel noch immer SUB-Mitglieder.Lindgren widerspricht der Kritik von Thomas Fuchs: «Unikum» habe trotz kleiner Auflage noch immer seine Daseinsberechtigung. Es handle sich um das offizielle SUB-Publikationsorgan. «Welche andere Zeitung erreicht das Gesamtpotenzial der Leserschaft?», fragt Lindgren.

Keine Zensur – mehr Leser?

Doch auch vonseiten der Inserenten weht dem «Unikum» eine steife Brise entgegen: Unternehmen haben kaum mehr Interesse, Anzeigen zu schalten, die Werbeeinnahmen sinken. Eine Reihe von Massnahmen soll das finanziell gebeutelte Magazin wieder auf Kurs bringen: «Wir wollen die Leserzahl zertifizieren lassen, dies steigert die Attraktivität auf dem hart umkämpften Werbemarkt», so Maurice Lindgren. Zudem sollen die Artikel künftig kritischer werden. «Die Selbstzensur wird aufgehoben», sagt Lindgren. Dies habe der Rat in einer Konsultativabstimmung so entschieden.Schliesslich soll auch ein Blick über die Kantonsgrenzen hinaus das «Unikum» aus seiner misslichen Lage retten. «Wir müssen das Magazin mit jenen von anderen Universitäten vergleichen, schauen, was diese besser machen, und daraus lernen.» Wann diese Massnahmen umgesetzt werden, ist allerdings noch unklar. Dies braucht gemäss Lindgren eine gewisse Zeit.

Quelle: 20min.ch

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