Diese Ex-Nationalräte wollen es nochmal wissen

Sie wollen zurück ins Bundeshaus! Vor allem aus der SVP wollen es einige noch einmal versuchen. Doch auch auf der Linken gibt es Rückkehrgelüste.

ie könnens einfach nicht lassen! Gut zehn ehemalige Nationalräte versuchen bei den Wahlen 2015 ihr Comeback.

Drei SVPler wollen wieder
Angeführt wird die Truppe der Rückkehrwilligen von der SVP. Mindestens drei alt SVP-Nationalräte, die 2011 ihre Wiederwahl verpassten, möchten erneut antreten. Bereits nominiert ist der Berner Thomas Fuchs (48), der nur ein halbes Jahr lang im Nationalrat sass.

Wieder antreten möchte  Dominique Baettig (61). «Es braucht von den Lobbys unabhängige Politiker. Ich bin ein dezidierter Nonkonformist», sagt der Jurassier. Für Aufsehen sorgte er vor allem mit einem Vorstoss, mit welchem er Grenzregionen wie Baden-Württemberg (D), Elsass (F) oder Bozen (I) die Aufnahme als Schweizer Kantone erleichtern wollte.

In Obwalden will es Christoph von Rotz (48) für die SVP nochmals wissen. «Ich bin an einer Kandidatur interessiert, schliesslich bin ich ja nicht freiwillig gegangen», sagt er. Er rechnet sich durchaus Chancen aus. Immerhin sei die SVP in Obwalden die zweitstärkste politische Kraft.

EDU im Doppel
Im Doppel versuchen zwei ehemalige EDUler ihr Comeback: Markus Wäfler (66) in Zürich und Andreas Brönnimann (59) in Bern. Der 2007 abgewählt Wäfler tritt wohl auf der EDU-Seniorenliste an.

«Es ist nötig, dass wir uns noch einmischen», sagt Wäfler, dessen EDU 2011 ganz aus dem Parlament flog. Und Brönnimann erklärt: «Nach meiner Pause an der politischen Front bin ich voll motiviert, wieder in den Wahlkampf einzusteigen.»

Atomausstieg-Schmidt will zurück
Aus der Mitte heraus versucht es der Oberwalliser CVP-Mann Roberto Schmidt (52) nochmals. Er war es, der mit einer erfolgreichen Motion den Atomausstieg und die Energiewende lancierte. Kein Wunder, will er bei der konkreten Umsetzung nun nochmals ein Wörtchen mitreden. Seine Chancen steigen umso mehr, als dem Wallis dieses Mal ein Nationalratssitz mehr zusteht.

Auch auf der Linken gibt es Rückkehrgelüste. In Zürich will die 2011 abgewählte Katharina Prelicz-Huber (55) wieder in den Nationalrat und bringt sich selber auch gleich als Ständeratskandidatin ins Spiel. «Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter müssen in Bern stärker vertreten sein – links, grün, weiblich, sozial», wirbt die VPOD-Präsidentin für sich.

In Freiburg überlegt sich Marie-Thérèse Weber-Gobet (58) eine erneute Kandidatur für Mitte Links CSP. «Ich wurde angefragt, habe mich aber noch nicht entschieden», sagt sie. In Bundesbern habe es ihr sehr gefallen, doch sei es auch ein grosse Herausforderung.

Zwei Genossen treten an
Am längsten weg aus Bern sind aber zwei Genossen. Im Wallis kandidiert alt Nationalrat Thomas Burgener (60) für den Ständerat. Er ist nicht nur ein Exot, weil er nur fürs Stöckli kandidieren will, sondern auch, weil er als Einziger freiwillig Bundesbern verliess – 1999 nämlich, da wurde er in den Walliser Staatsrat gewählt.

Noch weiter zurück liegt die Bundeshaus-Karriere der Solothurner SP-Frau Ursula Ulrich-Vögtlin (67). 1991 verlor die SP den Sitz an die Grünen. Jetzt wagt Ulrich einen Neuanlauf auf der SP-Seniorenliste.

«Die Wahlchancen sind gering. Aber als Vorstandmitglied der SP 60+ habe ich noch einige Anliegen, die ich im Wahlkampf platzieren möchte. Wir brauchen zum Beispiel eine urenkeltaugliche Entwicklung», sagt Ulrich. Und noch einen Grund führt sie an: «Wir wollen auch ein Gegengewicht zur SVP bilden. Denn: Senioren sind nicht per se rechts!»

Quelle: Ruedi Studer, Blick.ch

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