Stoppt das rot-grüne Wohlfühl-Biotop Bern und ein Lob auf Gilberte de Courgenay – Heldin des Tages

Jahrelang hat man sich alles und jedes geleistet und frisch und munter immer mehr Personal angestellt. Nun kommt der Tag der Abrechnung und der Stadt Bern drohen wegen ausfallenden Steuereinnahmen jährliche Defizite bis zu 50 Millionen Franken. Wer glaubt, dass man nun mit sparen beginnt, der irrt. Die rot-grüne Mehrheit denkt nicht daran, und will weiterhin ihre linken Ideologien durchsetzen. Man setzt auf Hüttendorfzonen, Zonen für alternatives Bauen, auf eine Ausdehnung des Schandfleckes Reitschule und auf den Bau von Sozialwohnungen. Neustes Beispiel purer Steuergeldverschwendung ist die Einführung von weiblichen Signalfiguren bei Fussgängerstreifen (oder muss man Fussgängerinnenstreifen sagen?). Anstelle des bisherigen Ampelmännchens sollen nun zum Beispiel zwei Lesben oder eine schwangere Frau aufleuchten. Als ob diese bis anhin den Fussgängerstreifen gemieden hätten? Die Kosten von  gegen 100‘000 Franken werden locker durchgewunken.

Dabei ginge es auch anders. Bern braucht dringend die Einführung einer Schuldenbremse, eine Vereinfachung der Gebührentarife, den Abbau unnötiger Vorschriften, die finanzielle Entlastung von Mittelstand und Gewerbe, den Verzicht auf Luxus- und Prestigebauten wie eine Velobrücke über die Aare. Hingegen muss man Projekte angehen wie die Überdachung von Autobahnen und Bahngeleisen. Kapitalkräftige Investoren wären zu finden. Wichtig ist auch eine Gleichbehandlung aller Verkehrsteilnehmer (Fussgänger, Velos, Autos und öffentlicher Verkehr) – der heutige Zustand und die fehlende Rücksichtnahme sind unerträglich geworden. Die Wahlen vom kommenden November bieten Gelegenheit für eine Korrektur der rot-grünen Machtpolitik.

Doch nun zu etwas Erfreulicherem: Am 29. März 1995 benannte der Stadtberner Gemeinderat den Hauptplatz der Brünnen-Überbauung nach der im Ersten Weltkrieg schweizweit berühmten Tochter des Wirts in Courgenay, die eigentlich Gilberte Montavon hiess ( *20. März 1896; † 2. Mai 1957 ). Zu Beginn des Ersten Weltkriegs war sie 18 Jahre alt und arbeitete während des Krieges im elterlichen Hôtel de la Gare in Courgenay. Das nahe der französischen Grenze gelegene Dorf in der Ajoie wurde zum Truppenstützpunkt; Gilberte bewirtete Tausende von Soldaten und Offizieren liebevoll und wurde von diesen schwärmerisch verehrt. Der im Dienst der Geistigen Landesverteidigung im Zweiten Weltkrieg gedrehte Film «Gilberte de Courgenay» von 1941 zeigt die Titelheldin (gespielt durch Anne-Marie Blanc) als liebenswerte, fürsorgliche Tochter eines Gastwirts, die sich im Ersten Weltkrieg rührend um die Soldaten kümmert und sie notfalls auf ihre patriotischen Pflichten aufmerksam macht. Die heutige rot-grüne Mehrheit würde diese Namensnennung kaum mehr zulassen. Umso mehr freue ich mich noch heute darüber.

«Soldaten sind Mörder» äzte 1931 der linke Schriftsteller Kurt Tucholsky. Doch einmal mehr wird er und mit ihm hierzulande die Armeeabschafferlobby Lügen gestraft: Der Assistenzdienst der Armee an der Coronafront ist angelaufen. Zwischenzeitlich waren 5‘600 Soldatinnen und Soldaten einsatzbereit. Rund 1‘000 Spital- und Sanitätssoldaten sind zur Unterstützung der Spitäler eingerückt. 550 weitere Armeeangehörige helfen beim Botschaftsschutz und der Grenzwacht. Dabei sind die Armeeangehörigen auch selbst dem Coronavirus ausgesetzt. Mindestens 128 Soldatinnen und Soldaten wurden leider im Dienst bisher infiziert.

Wie derzeit unsere Armeeangehörigen hat Gilberte de Courgenay in schwieriger Zeit einfach nur ihre Pflicht getan und Nächstenliebe gezeigt. So wie es in der aktuellen Coronakrise zudem unzählige Pflegehelferinnen, Ärzte, Krankenschwester, Sanitäter, Polizisten, Verkäuferinnen, Bus-, Tram und Lastwagenchauffeure tun. Sie sind und bleiben wie «La Petite Gilberte» unsere Heldinnen und Helden des Alltages.

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