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Der Stadt Bern gehen die guten Chefs aus Und wieder stellt sich in der Stadt Bern die Lohnfrage. Seit das Stimmvolk im Jahr 2004 die Initiative «200'000 Franken sind genug» angenommen hat, gilt für die Löhne von Gemeinderäten und städtische Chefbeamten eine Lohnobergrenze von 200'000 Franken pro Jahr. So steht es seither im städtischen Personalreglement. Nun rüttelt die Aufsichtskommission des Stadtrats (AK) an dieser Regel. «Die Lohnobergrenze schafft Probleme für die Stadt Bern», sagt AK-Präsident Hans Peter Aeberhard (FDP). Zu diesem Schluss sei die AK nach einer Umfrage bei allen Direktionen gekommen. «Wenn wir die Lohngrenze beibehalten, hat die Stadt eines Tages zu wenig gut qualifizierte Chefbeamte», sagt Aeberhard. Deshalb soll die Initiative rückgängig gemacht werden. Eine entsprechende Motion hat die AK bereits eingereicht. «Wenn die Stimmbürger etwas beschliessen, was schlecht ist für die Stadt, müssen wir Politiker sie aufklären und bitten, es zu ändern.» «Können
nicht mithalten» Auch Gemeinderätin Regula Rytz (GB) erwähnt auf Anfrage Schwierigkeiten bei der Suche nach qualifizierten Chefbeamten. Allerdings sagt Rytz: «Meine Direktion für Tiefbau, Verkehr und Stadtgrün fordert trotz der schwierigen Marktsituation nicht zwingend eine Aufhebung der Lohnobergrenze.» Sie hätte lieber genügend gut ausgebildete technische Fachleute im Bereich Ingenieurwesen und Planung. «Der Ball liegt also beim Bildungssystem.» Drohung von Thomas Fuchs Die Erfolgschancen dieser angedrohten Initiative schätzt Fuchs auf «100 Prozent» ein. Er besitze die Adressen der letzten Unterschriftensammlung noch. «Diese Leute unterschreiben sofort wieder», sagt Fuchs. «Ich müsste nicht einmal mehr auf die Strasse gehen.»
(Tobias Habegger, BernerZeitung, 05.03.09) |