Urs und Berna nach "Bärlin"?

    Deutsche wollen das Leben der Berner Jungbären retten.

    BERN - Nur falls die Tiere ein neues Zuhause finden, müssen sich nicht sterben. Jetzt sagt Berlins Bürgermeister, er würde die Berner Bärchen gerne aufnehmen.

    Kommt die Rettung der Berner Jungbären Urs und Berna aus Berlin? SVP-Grossrat Thomas Fuchs hat am letzten Samstag den Berliner Bürgermeister Klaus Wowereit am Life-Ball in Wien darauf angesprochen, dass die beiden Bärchen aus dem Bärenpark Bern ein neues Zuhause suchen. Wowereit fackelte nicht lange und sagte: «Oh, das wäre toll, ich liebe Bären. Wir hätten sicher Platz für die beiden.»

    Endlich Hoffnung für die Bären!

    Berlins regierender Bürgermeister Klaus Wowereit und SVP-Grossrat Thomas FuchsDamit keimt für die kleinen Bären wieder Hoffnung auf. Urs und Berna droht nämlich die Todesspritze, wenn sie in den nächsten eineinhalb Jahren keinen neuen Platz finden. Die Suche nach Alternativen läuft auf Hochtouren, gestaltet sich aber schwierig.

    Die Bernerin Sylvia Lafranchi hat die Berner SVP-Grossräte Thomas Fuchs und Erich Hess am Life-Ball mit dem Berliner Bürgermeister bekannt gemacht. «Ich habe Wowereit vor zehn Jahren an der 1.-August-Feier in der Schweizer Botschaft in Berlin kennengelernt und ihn seither oft getroffen», sagt Lafranchi zu Blick am Abend.

    Wappentiere verpflichten

    «Sowohl Bern als auch Berlin sind Hauptstädte und tragen einen Bären im Wappen. Das wäre also sicher passend, wenn Berlin die Berner Bärchen retten könnte», sagt Fuchs.


    Blick.ch: Will Klaus Wowereit Urs und Berna tatsächlich Asyl gewähren?

    Thomas Fuchs (44), SVP-Grossrat aus Bern: Das ist auf jeden Fall eine Möglichkeit, die zu prüfen sich sicherlich lohnt. Er kannte das Schicksal der beiden Jungbären nicht und zeigte ein Herz für Urs und Berna.

    Wie kam es zu diesem Angebot?

    Das ist sehr spontan entstanden und man müsste sicher noch diverse Abklärungen machen. Jetzt steht das Angebot jedenfalls mal im Raum.

    Was wären für die Bären die Alternativen?

    Wir müssen sicher alle Varianten prüfen, so dass die Bärchen nicht sterben müssen. Möglich wäre etwa, sie einem anderen Land zu schenken, wie das Russland mit Mischa und Mascha in Bern schon gemacht hat.

    Und wenn das auch nicht klappt?

    Dann könnte man zum Beispiel den Bärenpark erweitern. Platz hats bis zum Waldrand noch genug. Da müsste dann auch das Gewerbe für die Finanzierung mitmachen. (ehi)

    (Markus Ehinger, Blick, 21.07.10)

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