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Der Tausendsassa, der niemals müde wird

Der vielbeschäftigte Bümplizer hat sich Zeit genommen, um darüber zu sprechen, warum er sich in seinem Stadtteil immer wieder ins Spiel bringt. Dabei geht es weniger um Parteien­werbung, sondern vielmehr um Motivation und Menschlichkeit.

Den Bümplizerinnen und Bümpli­zern zu erklären, wer Thomas Fuchs ist, wäre so, als wolle man den Schweizerinnen und Schwei­zern erklären, wer Adolf Ogi sei – beide kennt man einfach. Kaum ein anderer ist für seinen Heimat­ort so präsent wie der gelernte Betriebswirtschaftler und Kredit­spezialist. Der 54-jährige Thomas Fuchs sucht immer wieder die Bümplizer Öffentlichkeit und weist auf Themen hin, die aus sei­ner Sicht falsch laufen, besser oder anders gemacht werden können.

Die Öffentlichkeit suchen

Er positioniert sich nicht nur während Wahlkämpfen, sondern permanent und stellt so ein quasi immerwährendes Mahnmal an die Bümplizer dar, sich nicht von der Stadt und Obrigkeit unhinter­fragt alles Aufdiktieren zu lassen. Dabei gerät Fuchs nicht selten ins Kreuzfeuer der Kritik und wird von Andersdenkenden angefein­det. Darüber kann der Bänker al­lerdings nur schmunzeln. «Neid», nennt er das.

Doch warum tut man sich das an? Warum sucht man immer wieder die Öffentlichkeit und wird zum unangenehmen Splitter im Sitz­kissen des Berner Stadtrates, wenn es um die Belange von Berns Westen geht und mit Un­dankbarkeit leben muss? «Weil es sonst keiner tut.» Das liege daran, dass viele Leute nicht könnten, nicht wollten, oder nicht wüssten, wie. Fuchs zuckt die Schultern: «Das passiert häufig. Ich bekom­me viele Anrufe mit Nachfragen, wie man sich engagieren kann.» Und das müsse nicht immer poli­tisch sein. Zwar helfe die Mit­gliedschaft in einer Partei, Dinge ins Rollen zu bringen und Projek­te zu organisieren sowie Men­schen zusammenzubringen, sei das allerdings kein Muss.

«Es gibt noch den Quartierverein und viele andere Vereinigungen. Man kann sich auch als Einzel­person engagieren und versu­chen, etwas zu verändern. Wich­tig ist, dass man den Willen auf­bringt, dies zu tun.» Dabei würde Fuchs sich sehr wünschen, dass mehr Menschen die Initiative er­greifen und sich entscheiden, et­was zu tun. «Das gehört doch auch zum Schweizer System – das Sich-Einsetzen.» Dabei komm es nicht auf das Alter, die Herkunft oder den sozialen Status an. «Hauptsache, man tut etwas. Denn sonst tut es die Regierung.»

Immer etwas machen

Fuchs selbst entdeckte bei sich den Willen, etwas zu bewegen im Alter von ungefähr 16 Jahren. Da­mals verhinderte er durch den Glauben daran, dass es anders ginge und unter Zuhilfenahme ei­ner Unterschriftensammlung ei­nen Landverkauf. «Da hat es mich gepackt.» Für Thomas Fuchs hört Engagement aber nicht bei Petitionen und Unterschriften­sammlungen auf – da fängt er ge­rade erst an, das macht er quasi dauernd. Fuchs Engagement geht so weit, dass er privates Geld in die Hand nimmt, um Bümpliz weiter voranzubringen oder Be­stehendes zu retten. So gesche­hen mit dem Restaurant Kleefeld. «Es sollte geschlossen und aufge­löst werden. Wir wollten das nicht geschehen lassen und ent­schlossen uns, das Restaurant pri­vatfinanziert zu retten. Eine gute Entscheidung, wie sich gezeigt hat. Es ist eine Institution.»

Neben dem Einsatz für seinen Stadtteil engagiert sich Fuchs auch politisch. Der 54-Jährige ist seit Jahrzehnten Mitglied der SVP und war sogar Stadt-, Gross- und Natio­nalrat. Zurzeit ist er der Präsident der SVP Stadt Bern und der SVP Bümpliz. «Hier hat man mich mit offenen Armen begrüsst und auf­genommen. Bei anderen Parteien sollte ich erstmal die Protokolle Schreiben und mich quasi bewei­sen. Bei der SVP war und ist das ganz anders.» Dass in Bümpliz die Parteigrenzen schnell verschwim­men und es keine Rolle spielt, ob man links, rechts oder Mitte ist, zeigt die aktuelle Diskussion um den Friedhof Bümpliz. Alle ortsan­sässigen Parteisektionen sprechen sich gegen die Auflösung des Friedhofs aus. «Das ist richtig und wichtig», sagt Thomas Fuchs, «es geht hier um das Quartier und den Einsatz für die Menschen.» Partei­politik spiele dabei keine Rolle. Al­lerdings, so Fuchs, habe er in den vergangenen Jahren eher selten erlebt, dass man sich parteiüber­greifend einig war.

Aber der Friedhof ist nicht die einzige Baustelle, die Thomas Fuchs momentan beschäftigt. «Es gibt viele Dinge, die man in Bern West besser oder anders machen kann.» Damit meint er zum Bei­spiel die Sammelstelle in der Statthalterstrasse. Aufgrund der aktuellen Beschilderung wird dort das Parken und Entsorgen erschwert. «Oder die Schulen. Das ist in Bümpliz ein ganz gro­sses Thema.»

Engagement ein Leben lang

Und wann hört das Engagement des Thomas Fuchs für seinen Stadtteil auf? «Wenn ich tot auf dem Friedhof Bümpliz liege», lacht er. Dennoch: Thomas Fuchs möchte seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern mitgeben, dass sie sich trauen sollen, sich zu en­gagieren: «Es lohnt sich!»

Dennie Rhiel, Bümpliz Woche

Beziehung Schweiz – EU: Nur ein Etappensieg

Endlich: Der Bundesrat hat erfreulicherweise die Verhandlungen zum Rahmenabkommen Schweiz-EU abgebrochen. Es ist auch bemerkenswert, wie in der öffentlichen Diskussion die Souveränitätsfrage in den letzten Monaten zu einem dominanten Thema wurde. Die Schlacht ist also gewonnen, aber der Krieg noch keinesfalls! Jetzt geht es nämlich erst richtig los. Linke und flammende EU-Befürworter versuchen nun auf dem juristischen Weg, den Bunderatsentscheid zu torpedieren mit dem Hinweis, es wäre gar nicht in der Kompetenz des Bundesrates gelegen, die Verhandlungen abzubrechen. Zudem planen EU-Freunde eine Volksinitiative, wissen aber noch nicht mit welchem Inhalt. Die Ziele reichen vom EWR-Beitritt, über die Aufnahme von neuen Rahmenvertragsverhandlungen bis hin zum EU-Beitritt. Die EU-Freund sind also aufgeschreckt, wie wenn der Fuchs in einen Hühnerstall eindringt.

Jedenfalls sind die institutionellen Souveränitätsfragen nach wie vor auf dem Tisch. Der Bundesrat hat den Vertrag aber aus anderen Gründen abgelehnt. Einen Antrag, für die Schweiz auf eine institutionelle Anbindung an die EU grundsätzlich zu verzichten, hat der Bundesrat in einer internen Abstimmung sogar ausdrücklich abgelehnt. Das bedeutet: EU-Rechtsübernahme, EU-Richter, EU-Sanktionen und EU-Guillotinen sind für eine Mehrheit der Regierung und die Parteien nach wie vor aktuell und eine mögliche Perspektive.

Gut gibt es im Gegenzug das EU-No-Komitee, die Aktion für eine unabhängige und neutrale Schweiz AUNS und natürlich die SVP, welche alle eine solche institutionelle Anbindung zwingend verhindern wollen, denn sie würde die Staats- und Erfolgssäulen der Schweiz zerstören: Unabhängigkeit, direkte Demokratie und die Eigenständigkeit der Kantone. Auch die bewährte Neutralität würde durch eine institutionelle EU-Anbindung beseitigt.

Wir müssen deshalb wachsam bleiben und die Entwicklungen genau beobachten. Es gibt bereits Anzeichen, dass sich die Mitte-Links-Parteien zusammen mit den Wirtschaftsverbänden und allenfalls mit den Gewerkschaften formieren und den Ausverkauf der direkten Demokratie der Schweiz schon bald unter anderem Namen und mit anderen Mittel erneut vorantreiben werden. So sind natürlich auch die wenig verbliebenden EU-Befürworter in den Startlöchern, die Schweiz direkt oder schleichend in die EU zu manövrieren. Zu guter Letzt wird auch die EU die Forderung der Rechtsvereinheitlichung und gerichtlichen Kontrolle wieder bringen. Es droht also die Gefahr, dass alter Wein in neuen Schläuchen aufbereitet wird. Es gilt, weiterhin die schweizerische Souveränität, die Volksrechte und unsere Staatssäulen zu verteidigen.

Es darf niemals eine automatische Rechtsübernahme, eine Unterstellung unter fremde Richter und auch keine fremden Guillotinen geben. Erst wenn die Regierung eine institutionelle Bindung ein für alle Mal zurückweist und in diesem Punkt unmissverständlich Klarheit schafft, ist der Krieg gewonnen. Bis es soweit ist, werden wir uns das Gejammer von grossen Zeitungskonzernen, Wirtschaftsgrössen und natürlich Erpressungsversuche seitens der EU über uns ergehen lassen. Wir werden die Kraft haben, dies zu ertragen.

Mit einer grossen Portion Schweizer Tradition und Heimat

Die Samaritervereinigung Bern publiziert die Schweizer Samariter-Atlanten zu den Themen «Kräuter & Gewürze» und «Kern- und Steinobst – im Herbst kommt noch neu ein Pilzatlas heraus. Leserinnen und Leser können damit Früchte und Pflanzen nicht nur theoretisch, sondern hautnah kennenlernen. Für Thomas Fuchs, Präsident der Samaritervereinigung Bern, ist diese ein Beitrag zu einem nahhaltigen Lebensstil.

Nachhaltigkeit, Biodiversität ist in aller Munde zurzeit. Wann macht Nachhaltigkeit Sinn?

Thomas Fuchs: Der Begriff «Nachhaltigkeit» wird im Moment leider viel zu häufig als inhaltloses Modewort verwendet. Das Proklamieren einer nachhaltigen Lebens- und Arbeitsweise gehört zum guten Ton. Ich versuche weniger symbolpolitisch, sondern anhand konkreter Fragenstellungen unserer Gesellschaft und auch meines ganz persönlichen Lebensalltags nachhaltig zu leben und zu konsumieren. Nachhaltigkeit macht immer Sinn, denn es geht ja darum vorhandene Ressourcen möglichst zielgerichtet einzusetzen und dabei auch ihre Wiedergewinnung und die ökologischen Konsequenzen zu berücksichtigen. Meine Überzeugung ist es, dass wir Menschen gut beraten sind, wenn wir uns an unseren ureigensten Platz in der Natur erinnern und uns mit unserem Verhalten als Teil des Ganzen sehen. Wie immer geht es aber auch bei der Nachhaltigkeitsfrage um ausgewogene Abwägung einzelner Massnahmen im Hinblick auf deren Wirkung und Nebenwirkung.

Die Samaritervereinigung Bern empfiehlt die Schweizer Samariter-Atlanten zu den Themen «Kräuter & Gewürze» und «Kern- und Steinobst». Was erwartet hier die Leser?

Im vergangenen Jahr haben wir die Serie unserer naturbezogenen Atlanten gestartet und daraufhin sehr positive Resonanz erhalten. In den beiden Werken und auch im nächsten Titel der Serie, dem Pilzatlas der Schweizer Samariter (erscheint im Herbst 2021), findet der Leser lexikarische Beschriebe der jeweiligen Pflanzenarten ebenso wie spannende Rezepte und Erlebnistipps. Mit einer grossen Portion Schweizer Tradition und Heimat wird der Leser so auf eine Entdeckungsreise eingeladen. Die Atlanten können jedoch auch als Nachschlagewerk zur Bestimmung zum Beispiel von Kräutern im heimischen Garten genutzt werden.

Wie beliebt sind die Bücher der Samaritervereinigung Bern, respektive, was schätzen die Leser am meisten?

Uns erreichen sehr positive und wertschätzende Rückmeldungen. Besonders die Kombination aus dem eher informativen lexikarischen Teil und den Rezepten wird von vielen Lesern sehr geschätzt. Sie erhalten so direkt die Möglichkeit, die Pflanzen und Früchte nicht nur theoretisch kennen zu lernen, sondern hautnah zu erleben. Das Wiederendecken und bewusste Erleben von Gerüchen und Geschmäckern ist ein besonderes Erlebnis, wenn man sich die Zeit nimmt und sich darauf einlässt. Einige Leserinnen und Leser haben uns auch von Erlebnissen berichtet, bei denen sie im Garten plötzlich Kräuter entdeckten, denen sie zuvor keine Beachtung geschenkt hatten. Für mich ist auch das ein Beitrag zu einem nachhaltigen Lebensstil. Mit offenen Augen und einem geschärften Bewusstsein für die Natur durch die Welt zu gehen.

Wie steht es um den Nachwuchs der Samaritervereinigung Bern und warum lohnt es sich, hier mitzumachen?

Zuverlässigkeit, ehrenamtlicher Einsatz für Mitmenschen und gemeinnütziges Engagement sind Grundwerte der Schweizer Samariter. Eine lange Tradition, deren Erhalt für die Gesellschaft von hoher Bedeutung ist. Doch die Nachwuchsarbeit der Schweizer Samariter ist auch eine grosse Herausforderung. Wir versuchen mit unseren Angeboten auch junge Menschen zu motivieren, die wertvolle Ausbildung zum Samariter zu machen und so eine wichtige Aufgabe im Rettungswesen einzunehmen. Viele, die vielleicht von einem medizinischen Beruf träumen, diesen aber aus verschiedenen Gründen nicht erlernen können, ist nicht bewusst, dass wir Samariter häufig die erste Stufe der Rettungskette sind. Im Notfall ist häufig der Samariter als Ersthelfer vor Ort und für die entscheidende Erstversorgung und die Einleitung weiterer Rettungsmassnahmen verantwortlich. Nur dank der Unterstützung von Gönnerinnern und Gönnern sowie einer breiten Unterstützung aus der Bevölkerung, können wir die hohen Ausbildungskosten bewältigen, die für jeden einzelnen Samariter anfallen. Wir betrachten jeden einzelnen erfolgreich ausgebildeten Samariter als einen wertvollen und wichtigen Beitrag für das Gemeinwohl unserer Gesellschaft.

Wie gestalten Sie das gemeinnützige Engagement und den ehrenamtlichen Einsatz für Mitmenschen modern?

Gemeinnütziges Engagement und ehrenamtlicher Einsatz ist nach meiner Überzeugung keine Frage von traditionell oder modern. Es sind traditionelle Grundwerte, die jedoch nur eine Bedeutung haben, wenn sie jeweils in der Moderne weitergelebt und gepflegt werden. Wir Samariter gehen in jeder Hinsicht mit der Zeit. Schon der medizinische und technische Fortschritt im Rettungswesen lässt keinen Stillstand zu. Wenn ich teilweise die Aussenwirkung der Samaritervereine betrachte, muss man jedoch eingestehen, dass teilweise ein etwas modernerer «Anstrich» unserer fortschrittlichen Arbeitsweise eher gerecht werden würde. Auch hier möchte ich junge Menschen motivieren sich einzubringen. Unsere Publikationen, wie zum Beispiel die Atlanten zeigen ja, dass auch traditionelle Inhalte in moderner Aufbereitung sehr positiv angenommen werden.

Interview: Corinne Remund, Berner Nachrichten

Infos und Bestellung: Die Atlanten können auf der Shop-Seite der Berner Samaritervereinigung oder direkt bei Thomas Fuchs unter 079 302 10 09 bestellt werden. Käufer und Empfänger der beiden ersten Ausgaben erhalten automatisch ein Exemplar des Pilzatlas im Herbst zugesendet.

Lasst euch nicht täuschen!

Der Frontalangriff auf die Landwirtschaft ist lanciert. Die Volksinitiative «Für sauberes Trinkwasser und gesunde Nahrung» hat mit Trinkwasser aber nichts zu tun. Der Titel tönt gut und ist wohl von einer Werbeagentur ausgewählt worden. Genauso perfid ist das doppelte Lottchen namens «Volksinitiative für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide». Ach wie schön wäre doch die Welt, wenn niemand chemisch-synthetische oder natürliche Pflanzenschutzmittel einsetzen müsste oder Futter für Tiere zukaufen müsste. Wie schön wäre es, wenn die ganze Welt genug zu Essen und zu trinken hätte und die Leute auf dem Märit auch Obst kaufen würde, das kleine Makel hat. Die Initianten haben wohl vergessen, dass unser Trinkwasser von hoher Qualität ist und kaum ein Land auf der Welt diesen Luxus kennt.

Obwohl die Bauernfamilien viele vorbeugende Massnahmen treffen, können sie nicht immer verhindern, dass Krankheiten oder Schädlinge ihre Obstanlagen, Gemüsefelder, Rebstöcke oder andere Kulturen befallen und damit die Ernte bedrohen. Soll man diese künftig gesundbeten oder den Schädlingen einfach gut zureden?

Hühner und Schweine sind keine Grasfresser, sondern wie wir Menschen Allesfresser. Sie ernähren sich von Getreide und anderen Ackerkulturen. Nicht jeder Betrieb verfügt über ausreichend oder überhaupt ackerfähige Fläche. Vor allem jene im Hügel- und Berggebiet nicht. Linke und Grasgrüne wollen diesen Betrieben nun die Direktzahlungen mit der Trinkwasserinitiative verweigern. Die Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten sollen also nur noch Bioprodukte pflanzlicher Herkunft kaufen und die Kosten für das Essen würden sich folglich stark erhöhen. Betroffen wäre einmal mehr der Mittelstand.

Zehntausende von Arbeitsplätzen sind in Gefahr, auch in Käsereien, Metzgereien, Mühlen, Mostereien, Landmaschinenfirmen, Handels- und Verarbeitungsbetriebe. Dazu kämen zahlreiche indirekt Betroffene wie lokale Bauunternehmen. Sollen Schweizer Eier, Schweinefleisch oder Poulet zu Luxusprodukten werden?

Die gleiche, wenn nicht gar noch grössere Mogelpackung ist die Volksinitiative «Für eine Schweiz ohne synthetische Pestizide». Sie will den Einsatz von synthetischen Pestiziden in der Schweizer Land- und Ernährungswirtschaft gesamthaft verbieten. Die Händler dürften auch nur noch Lebensmittel importieren, die ohne synthetische Pestizide produziert worden sind. Die Importauflage wäre eine klare Verletzung der WTO-Verpflichtungen der Schweiz. Heute verarbeitet die Schweiz viel Kakao und Kaffee. Um den Bedarf der Industrie bei der Annahme der Initiative zu decken, würden 21 Prozent der weltweiten Bio-Kaffeeproduktion und 50 Prozent der weltweiten Bio-Kakaoproduktion benötigt. Die Importauflagen zwingen die Lebensmittelhersteller dazu, ihre Produktion ins Ausland zu verlagern. Die zusätzlichen staatlichen Anforderungen erhöhen die Lebensmittelpreise und machen die Schweiz noch mehr zur Hochpreisinsel. Da die Auflagen nur für die Schweiz gelten und die Preise einseitig steigen, wird der Einkaufstourismus gefördert. Darunter leidet die Schweizer Wirtschaft.

Fazit: Gut gemeint, aber schlecht gemacht. Darum sage ich am 13. Juni 2021 klar NEIN zu diesen existenzbedrohenden und unfairen Initiativen und hoffe Sie tun dies auch – Der Schweiz zuliebe!

Klare Absage an Grossbern-Anschluss

Die Grossmachtsträume von Berns Stadtpräsident Alec von Graffenried sind geplatzt: Kehrsatz und Frauenkappelen sagen in einer Urnenabstimmung klar Nein zum Projekt «Kooperation Bern».

In Bern und Ostermundigen sprachen sich Ende 2020 die beiden rot-grün dominierten Parlamente sehr deutlich für die Aufnahme von Fusionsverhandlungen im Rahmen des Projekts «Kooperation Bern» aus. Als Grundlage diente eine Machbarkeitsstudie, an der sich die sechs Gemeinden Bern, Bolligen, Bremgarten, Kehrsatz, Frauenkappelen und Ostermundigen beteiligten sollten. Bremgarten und Bolligen sind inzwischen ausgestiegen. In Kehrsatz und Frauenkappelen entschieden die Stimmberechtigten nun, ob sie weiter mitmachen und ebenfalls in Fusionsverhandlungen einsteigen sollen.

Ironischerweise hat die Projektleitung alle Gemeinden der Kernregion zeitgleich nochmals eingeladen, sich dem Grossprojekt anzuschliessen. Damit der ehrgeizige Projektfahrplan eingehalten werden kann, laufen bereits auch die Vorarbeiten für die nächste Phase. Dabei werden Zeitpläne erstellt, Organisationsformen diskutiert und Arbeitsprogramme skizziert. Die ganze Vorbereitungsphase erinnert an ein ambitiöses Sandkastenspiel, wie man es früher von Generalstabsübungen kannte.

Ende 2022 sollen dann der Fusionsvertrag und das Reglement vorliegen, damit im Juni 2023 die Frage eines Zusammenschlusses in den betroffenen Gemeinden zur Abstimmung gebracht werden kann. Sofern die Fusion im Juni 2023 angenommen wird, erfolgt die Umsetzung auf den 1. Januar 2025.

Kehrsatz sagt Nein
Als erste der beiden noch unentschiedenen Gemeinden beschloss am 7. März 2021 Kehrsatz über die Aufnahme von Fusionsverhandlungen. Der Gemeinderat empfahl ein Nein. Es fehle im Projekt weitere Vorortsgemeinden, argumentiert er in seiner Botschaft. Ebenso führt der Gemeinderat einen möglichen Verlust an Autonomie und Bürgernähe und die aktuell angespannte Finanzlage ins Feld. Die beiden bürgerlichen Parteien FDP und SVP teilen diese Haltung, SP und Grüne setzen sich für Fusionsverhandlungen ein.

Frauenkappelen ebenfalls
Auch in Frauenkappelen, wo die Abstimmung eine Woche später stattfand, sprach sich der Gemeinderat für ein Nein aus. Noch könne die Gemeinde ihre öffentlichen Ämter besetzten, die Finanzlage sei nicht rosig, aber auch nicht beängstigend, zudem habe die Gemeinde funktionierende Zusammenarbeiten mit Nachbargemeinden. Die Rückmeldungen aus der Bevölkerung hätten gezeigt, dass Frauenkappelen nicht reif sei für solche Verhandlungen. Während die SVP diese Haltung unterstützt, setzen sich die SP und die FDP für ein Ja ein.

Verhärtete Fronten…
In beiden Gemeinden hatte sich im Hinblick auf die Abstimmung eine lebhafte öffentliche Debatte entwickelt. Es geht dabei auch um die Frage, ob Kehrsatz und Frauenkappelen eher dörflich bleiben oder Teil der Stadt werden wollen. Befürworterinnen und Befürworter machen unter anderem geltend, dass eine Fusion sich positiv auf die Qualität der Dienstleistungen auswirken würde und finanzielle Vorteile brächte. Ausserdem sei die Stadt für viele schon heute der Lebensmittelpunkt.

… in Kehrsatz
Auf der anderen Seite stellte der Kehrsatzer SVP-Parteipräsident Hans Rudolf Mühlemann fest: «Wenn es zu einer Fusion mit der Stadt Bern kommt, verlieren die bürgerlichen Parteien von Kehrsatz ihren politischen Einfluss. Kehrsatz hätte gerade mal zwei oder drei Sitze im Stadtrat. So rot-grün wie Bern tickt, hätten die SVP- und FDP-Politiker aus unserem Dorf kaum mehr Chancen auf einen Sitz. Was uns auch Sorgen macht, ist die rot-grüne Verkehrspolitik der Stadt. Mit einer Fusion würden die Parkplatzbewirtschaftung und andere Rezepte auf Kehrsatz ausgedehnt. Als Turnvereinsleiter habe ich zudem Angst um unser Vereinswesen, das von der Nähe lebt und von unbürokratischer Unterstützung der Gemeinde. Eine Fusion mit der Stadt Bern kann schon wegen dem Grössenunterschied nicht gut gehen. Kehrsatz würde einfach geschluckt.» Hinzu kommt, dass Kehrsatz keinen einzigen Meter gemeinsame Gemeindegrenzen hat.

Unterstützung erhielt er von Michael Jost, Präsident FDP: «Mit dem Rückzug von Bolligen und Bremgarten aus dem Fusionsabklärungsprojekt hat sich für uns die Ausgangslage geändert: Kehrsatz würde als einzige «kleine» Gemeinde am Verhandlungstisch mit der Stadt Bern und Ostermundigen sitzen, eventuell gesellt sich noch Frauenkappelen dazu. Da ist die Gefahr gross, dass wir von den beiden Schwergewichten dominiert werden. Dazu kommt die angespannte Finanzlage von Kehrsatz. Die Fusionsverhandlungen würden uns 190’000 Franken kosten, Geld das wir dringend für andere Projekte brauchen. Die FDP Kehrsatz ist offen für Kooperationen und verschliesst sich dem Thema Fusion nicht grundsätzlich. Jetzt ist aber nicht der richtige Zeitpunkt für Verhandlungen.»

… und auch in Frauenkappelen
Auch in Frauenkappelen positionierte sich SVP-Präsident Fritz Blaser, klar gegen die ambitionierten Fusionspläne: «Die Bürgerinnen und Bürger der Gemeinde Frauenkappelen verlieren bei einem Zusammenschluss einen grossen Teil ihrer Souveränität. Frauenkappelen würde zu einem Aussenquartier der Stadt Bern. Mitbestimmung wäre nur noch als Quartierverein möglich. Frauenkappelen will noch selber über seine Schulen, über die Raumplanung und die Versorgung und Entsorgungen bestimmen. Mit der Politik der Stadt Bern sind wir nicht einverstanden. Die Finanzlage der Stadt Bern verschlechterte sich in den letzten vier Jahren so stark, dass die finanziellen Konsequenzen bei einem Zusammenschluss heute unklar sind.»

Nun ist klar: Der Traum von Grossbern ist für die nächsten Jahre weitgehendst geplatzt. Von der möglichen Fusion der Stadt mit fünf umliegenden Gemeinden bleibt einzig die Fusion mit Ostermundigen übrig. Nach Bolligen und Bremgarten haben sich nun auch Kehrsatz und Frauenkappelen zurückgezogen. Bern und Ostermundigen wollen nun in den nächsten beiden Jahren einen Vertrag aushandeln, der detailliert regeln wird, wie das Zusammenleben nach der Heirat funktionieren soll. Darüber wird die Stimmbevölkerung von Bern und Ostermundigen im Juni 2023 befinden. Es ist gut denkbar, dass auch die Ostermundiger diese unnötige und kostspielige Restfusion an der Urnenabstimmung ablehnen wollen, das Desaster wäre dann vollendet und einmal mehr bliebe dem rot-grünen Bern nur das Motto «ausser Spesen nichts gewesen».

Der Friedhof Bümpliz muss bleiben

Enttäuscht und empört zeigen sich die Bümplizer über die ge-plante Schliessung ihres Friedhofs. Sie wollen das nicht einfach hinnehmen und beziehen Stellung.

Monika Kammermann, Sekretariatsleiterin Verband der Krankenmobilienmagazine der Stadt Bern, Bümpliz: Der Friedhof Bümpliz ist ein Ort, wo die Seele und der Geist unserer Liebsten ruhen, ein Ort des schwe-ren Abschiednehmens, der tiefen Trauer, ein Ort an dem das Leben jedes Einzelnen für einen Moment still bleibt. Diesen Ort der Besinnung und der Erinnerung aus finanziellen Überlegungen aufzuheben, ist kultur- und pietätlos.

Thomas Fuchs, Stadtrat und Präsident SVP Bümpliz: Wer in Bümpliz aufgewachsen ist, soll auch hier beerdigt werden können. Ich wünsche mir vom Berner Gemeinderat mehr Fingerspitzengefühl und endlich einmal Rücksichtnahme auf Bümplizer Anliegen! Was will man mit der Schliessung des Friedhofs Bümpliz eigentlich genau einsparen? Auch als Park müssten die Grünflächen unterhalten werden. Lassen wir die Toten ruhen und bewahren wir die Würde der Bümplizer Bevölkerung!

Janosch Weyermann, Stadtrat und Präsident Junge SVP Stadt Bern: Der Friedhof Bümpliz ist wunderschön gestaltet und dient nicht nur dem Andenken an Verstorbene, sondern auch als Ort der Erholung. Jede Stadt wäre dankbar für einen Ruhepol an solch zentraler Lage!Viele Menschen haben ihre Ange-hörigen auf dem Friedhof Bümpliz beerdigt. Gerade für ältere Leute ist es ein grosser Trost, ihre verstorbenen Geschwister oder Ehepartner nahe zu wissen.

Erich Hess, Nationalrat und Stadtrat, SVP, Bern: Seit Jahren lebt die rotgrüne Stadt über ihre Verhältnisse und bläht die Verwaltung auf. Nun will der linke Gemeinderat über Leichen gehen und bei einem Friedhof sparen. Erst kürzlich feierte man das 100-Jahr-Jubiläum der Vereinigung von Bern und Bümpliz. Nun will die Stadt den Bümplizern ihren Friedhof wegnehmen. Dies ist inakzeptabel!

Immer teurere Mobilität: Die neue Milchkuh des Staates?

Nein zum CO2-Gesetz am 13. Juni 2021

Der Bund will mittels Pilotprojekten die Einführung von Road- und Mobility-Pricing testen. Damit sollen Fahrten in bestimmte Zonen in Städten resp. zu bestimmten Zeiten verteuert werden, um Mobilitätsspitzen im Pendlerverkehr zu brechen. Was der Staat dabei ausser Acht lässt: Viele Leute sind auf ein Auto angewiesen und nicht alle können von gleitenden Arbeitszeiten profitieren. Daneben planen auch zahlreiche Kantone eine Erhöhung der Motorfahrzeugsteuern. Der Staat hat diese Abhängigkeit von der Mobilität erkannt und nutzt dies schamlos aus, um die eigene Kasse zu füllen.

In die gleiche Kerbe schlagen Bundesrat und Parlament auch mit dem geplanten CO2-Gesetz, über das wir am 13. Juni 2021 abstimmen. Dieses sieht massive Preiserhöhungen auf Treibstoffe und Heizöl vor. Davon betroffen sind aber nicht nur Automobilisten oder Besitzer von Öl-Heizungen – es trifft alle: Die Mehrkosten auf Diesel schlagen sich auf Nahrungsmittelpreise nieder, Dienstleistungen werden teurer und Mietnebenkosten steigen an. Während der umweltpolitische Mehrnutzen fraglich bleibt, ist bereits klar, dass höhere Steuern, Abgaben und Gebühren das Portemonnaie der Bürgerinnen und Bürger leert und die Menschen zunehmend in die Armut treiben. Das CO2-Gesetz gehört daher klar abgelehnt, denn es ist teuer und unnütz!

Während die Privatwirtschaft meist über positive Anreize arbeitet (z.B. Bonus auf Fahrzeugversicherungen, Rabatte auf Zusatzversicherungen bei der Krankenkasse), kennt der Staat vielfach nur ein «Malus-System». Ändert der Bürger sein Nutzungsverhalten, bezahlt er im besten Fall gleich viel wie zuvor. Diese Grundhaltung macht den Staat nicht nur unsympathisch, er weckt auch unweigerlich den Eindruck, dass es ihm einzig und allein um die Erschliessung neuer Geldquellen geht.

Das Bewusstsein nach einer nachhaltigen Umweltpolitik ist in der Bevölkerung stark verankert. Hierzu braucht es aber keine Steuererhöhungen, Sonderabgaben oder exotische Gebührenmodelle und gewiss auch keine aufgeblähte Bürokratie. Solche Massnahmen hemmen vielmehr Innovation, behindern private Initiativen und belasten KMU, Gewerbe und den Mittelstand unnötig. Und letztendlich entmündigen sie auch die Bürgerinnen und Bürger, indem sie deren Wahlfreiheit einschränkt.

Die Mobilität befindet sich aktuell in einem grossen Wandel. Zweiräder und Trottinetts mit Elektro-Unterstützung sind im Trend. Die Anzahl Elektrofahrzeuge auf Schweizer Strassen nimmt kontinuierlich zu und mit dem Wasserstoff-Antrieb ist eine neue, CO2-arme Technologie auf dem Vormarsch. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis der Staat auch darauf neue Abgaben erheben wird.

Das CO2-Gesetz ist missraten: Es ist aus ökonomischer Sicht teuer, aus ökologischer Sicht nutzlos und ungerecht gegenüber allen Menschen, die auf ein Fahrzeug angewiesen sind. Stimmen auch Sie am 13. Juni 2021 Nein zum CO2-Gesetz!

SVP Bümpliz startet Petition: Der Friedhof Bümpliz muss bleiben!

Im Westen der Stadt Bern, in Bümpliz, liegt der kleinste der drei Berner Friedhöfe. Er wurde 1885 als Ersatz für den bei der Kirche Bümpliz liegenden Friedhof eröffnet. Im Laufe der Jahre wurde er einige Male vergrössert, das letzte Mal in den Jahren 1992 ‒ 1994, als das Friedhofsareal über die Heimstrasse hinaus erweitert wurde. Nun will der Berner Gemeinderat den Friedhof schliessen. Die SVP Bümpliz startet eine Petition für den Erhalt dieses für Bümpliz wichtigen Orts.

Der 1994 eröffnete Teil des Friedhofs ‒ modern gestaltet mit Wasserlauf und Teich ‒ verfügt über Urnenwände und Grabfelder. Kunstwerke des Bildhauers Schang Hutter bereichern die Erweiterung. 2004 erhielt der Friedhof Bümpliz als letzter der Berner Friedhöfe eine eigene Abdankungshalle. Besonders reizvoll am Friedhof Bümpliz ist der Kontrast zwischen dem über 100-jährigen Teil und der modernen Erweiterung sowie der architektonisch gelungenen Abdankungshalle.

Nebst seiner Funktion als Begräbnisort, als Ort der Trauer, des Gedenkens und der Ruhe, erfüllt der Friedhof Bümpliz auch eine wichtige Rolle als grüne Lunge des durch Hochhäuser geprägten Berner Vororts. Die SVP Bümpliz ist empört über die Absicht der rot-grünen Regierung, den Friedhof Bümpliz schliessen zu wollen und wird daher eine Petition zum Erhalt des Friedhofs Bümpliz starten.

Der Stadtteil Bümpliz ist heute leider immer noch nicht im Gemeinderat vertreten. Einmal mehr treten nun die negativen Folgeerscheinungen dieser Lücke an den Tag.

>> Petition «Der Friedhof Bümpliz muss bleiben!» (PDF)

Die Schweiz im Visier – mehr denn je!

Liebe Freunde der Freiheit

Das Massaker von Paris und die Attentate von Wien führten Europa schlagartig vor Augen, wie rasch die Freiheit in Gefahr sein kann. Die immer wieder vorkommenden hinterhältigen Anschläge galten letztendlich uns allen – nicht nur den Karikaturisten oder Warnern des Islamismus.

Um Angriffe und Angriffspläne gegen die Schweiz sowie Verteidigung und Verteidigungspläne der Schweiz seit 1792 geht es auch den Autoren Matthias Kuster, Jürg Stüssi-Lauterburg, Hans Luginbühl und Wilfred Grab. In eindrücklicher und illustrativer Art und Weise beschrieben sie dies im Buch «Operationsziel Schweiz» (bestellbar unter www.prolibertate.ch oder unter 079 302 10 09). Den Wert des Buches verdeutlicht das Vorwort von Bundesrat Ueli Maurer. Die Schweiz als erfolgreiche Wirtschaftsnation ist und bleibt auch in Zukunft im Visier und das Buch sollte eigentlich zum offiziellen Schulmittel erklärt werden.

Fakt ist: Der ewige Friede ist ferner denn je. Die Welt ist unsicherer geworden, Terrorismus und Selbstmordattentäter können auch die Schweiz innert Minuten zum Schauplatz eines asymmetrischen Weltkrieges machen. 1939 verfügt man nur über 86 teilweise veraltete Jagdflugzeuge, es gab Mängel bei den Spezialwaffen und es fehlte an Kanonen und Munition. Heute sparen wir wieder bei der Ausrüstung, reduzieren laufend die Truppenbestände und diskutieren über die Notwendigkeit eines Luftschirmes mit modernen Kampfjets. Ja, die Flugzeugbeschaffung wurde gar nur hauchdünn genehmigt. Der Notvorrat in den meisten Haushaltungen würde kaum bis Ende Woche reichen, man kann ja schliesslich rund um die Uhr an Tankstellenshops einkaufen. Die Naivität gewissen Politiker, Medienschaffender und Verantwortungsträger ist grenzenlos. Unsere Eltern und Grosseltern haben erlebt, was es heisst, vor leeren Regalen zu stehen und wussten was es heisst, Hunger zu haben und sich einschränken zu müssen. Haben wir uns je angemessen bei der Aktivdienstgeneration für deren Leistungen und Entbehrungen bedankt? Es wäre höchste Zeit dies zu tun!

Auch aus der unseligen Corona-Pandemie gäbe es viel zu lernen. Pflichtlager sind wichtiger denn je. Im Ernstfall schaut jedes Land zuerst für die eigenen Interessen. Es ist daher bedenklich, dass die Landesregierung es verpasst hat, mit der Lonza im Wallis eine eigene Produktionsstrasse für die Impfstoffherstellung zu vereinbaren. Einmal mehr sind wir auf den Goodwill Dritter angewiesen.

Den Drang nach Unabhängigkeit, Freiheit und Selbstbestimmung haben wir noch im Blut. Freiheit und Unabhängigkeit gibt es aber nicht zum Nulltarif. Die kleine Schweiz hat in der globalen Welt durchaus ihren Platz, aber nur dann, wenn wir willens sind, für den Erhalt der Nation Schweiz zu kämpfen, die Volksrechte zu verteidigen und den langsam überbordenden Staat wieder zurückzubinden.

Ich blicke trotz allem mit Zuversicht in die Zukunft. Denn einmal mehr werden es die Bürgerinnen und Bürger dieses Landes sein, die mithelfen, dass der Weg der Schweiz weder in der EU noch in einer anderen Sackgasse enden wird und die Schweiz möglichst nie mehr zum Operationsziel wird. Wie sagte schon Jeremias Gotthelf (1797 – 1854): «Es ist mit der Liebe wie mit den Pflanzen: Wer Liebe ernten will, muss Liebe säen». Mit der Freiheit ist es nicht anders!

Wetter neu mit Migrationshintergrund

Sabine fegte letztes Jahr über Europa. Auch Lothar, Katharina, Max, Petra und Thomas sind über uns hergezogen. Die Namen der Hoch- und Tiefdruckgebiete sind allesamt auffallend alemannisch. Das muss sich nun ändern! Ein Verein will für mehr Vielfalt sorgen – auch auf der Wetterkarte. Dafür hat er Namens-Patenschaften gekauft und will, dass die Wetterphänomene in diesem Jahr auch migrantische Namen tragen, also Ahmet, Goran oder Dragica heissen.

Diversität ist nun also auch beim Wetter gefragt. Die Linksaktivisten sind der Meinung, dass auch das Wetter einen Migrationshintergrund habe. «Die Tief- und Hochdruckgebiete wandern in die Schweiz ein, so wie viele Millionen Menschen das auch seit Jahrhunderten tun», sagt Sara Winter Sayilir, Co-Vorsitzende vom Verein Neue Schweizer MedienmacherInnen (NCHM).
Die Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete vergibt das Meteorologische Institut an der Freien Universität in Berlin. Von Jahr zu Jahr wird gewechselt. 2021 haben die Tiefdruckgebiete männliche Namen, die Hochdruckgebiete weibliche.

Jede oder jeder kann dort eine Patenschaft für ein Wetterphänomen übernehmen, bzw. den Namen für ein Wetterphänomen kaufen. Ein Hochdruckgebiet kostet 360 Euro, ein Tiefdruckgebiet 240 Euro. Mit den Erlösen wird die Wetterbeobachtung finanziert.

Der unterschiedliche Preis hängt mit der Dauer der Wetterlage zusammen, schreiben die Verantwortlichen auf der Instituts-Website. Hochdruckgebiete haben eine deutlich längere Lebensdauer und bleiben daher auch länger auf der Wetterkarte. Sichtbarkeit kostet also – beim Wetter ist das nicht anders als in der Werbung.

Der linke Schweizer Verein hat 14 Namen für Hoch- und Tiefdruckgebiete erwerben können und will nun möglichst viele migrantische Gruppen damit sichtbar zu machen. Es wurden daher Namen gewählt, die türkischstämmig klingen sowie Namen, die aus dem Griechischen kommen oder vom Balkan.

Es dürfte nicht lange gehen, bis es dann rassistisch ist, wenn der Tief Mohammed über Bern fegt und jemand sich erlaubt, das Wetter zu kritisieren.

Schön, in einem Land zu leben, das keine grösseren Probleme hat. Man kommt sogar in Versuchung selber einige Namen zu erwerben, so dass man dann im Sommer vom Hoch Blocher oder vom Hoch Hess spricht oder vom Tief Sommaruga oder vom Tief Funiciello. Das wäre mir der Spass wert, vor allem wenn man dann auch noch Wirbelstürmen oder Orkanen eigene Namen geben könnte.